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Die Reste der Dreihäuser Höfe liegen südwestlich von Marburg im Ebsdorfergrund bei Dreihausen. Bei den Höfen handelt es sich um eine karolingische befestigte Ansiedlung des 8-9. Jhs. Sie wurden in den 80er Jahren an einigen Stellen durch das Landesdenkmalamt, Außenstelle Marburg untersucht.
Die Befestigung nutzt den natürlichen Steilabfall an der Nord- und Ostseite des Basaltplateaus aus und ist nur von Westen und Süden gut zugänglich. Die ca. 2 ha große Anlage wird von einer Mauer geschützt, die im Westen und Süden noch von einem vorgelagerten Graben begleitet wird. Der Innenraum ist durch eine weitere Mauer in eine kleinere und höher gelegene Oberburg im Westen und eine etwas größere Unterburg unterteilt.
Das einzige Tor liegt an der Nordseite der Unterburg. Von der Unterburg in die Oberburg gelangte man über einen Durchgang am Südende der Zwischenmauer. Gebäudereste zeigen sich besonders im Bereich der Oberburg. Neben einem Steinhaus von 9,8 m Länge und 4,8 m Breite fand sich auch eine Rundkirche von 6 m Durchmesser mit einer halbrunden Apsis im Nordosten. Der gesamte Innenraum der Kirche war offenbar ehemals verputzt und ornamental und figürlich bemalt. Innerhalb der Apsis wurde auch der Altarsockel aufgedeckt.
Vor Ort sind ausgeschilderte Wanderwege und Erklärungstafeln vorhanden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit eine Führung durch den Dreihäuser Dorfverein zu organisieren. Nähere Informationen über Dreihausen findet man auch auf den Seiten der Gemeinde Dreihausen.
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