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©!rina Görner |
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Der aus Buntsandtein bestehende, über 5 m hohe und 2,1 m breite Menhir ist einer der größten Deutschlands, sein Gewicht wird mit rund 10 t angenommen. Der Name des Ortes Langenstein ist eindeutig auf dieses Monument zurückzuführen. Men hir ist ein keltisch-bretonisches Wort, das soviel wie langer Stein bedeutet. Derartige, von Menschenhand errichtete Steinmale sind in in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet, besonders bekannt sind die Steinreihen von Carnac in der Bretangne oder auch in England. Sie sind aber auch in Deutschland relativ häufig, treten hier jedoch meist nur einzeln und nicht wie in Frankreich in langen Reihen auf. Sie treten im dritten Jahrtausend v. Chr. häufig auf, eine genaue Datierung ist jedoch meist nicht möglich.
Der Langensteiner Menhir steht auf der Ostseite des Kirchhofes und die Kirchhofmauer lehnt sich direkt an ihn an, beläßt den Stein jedoch außerhalb des eigentlichen Kirchenbezirkes. Die Stelle für die Errichtung der Kirche war sicherlich nicht zufällig gewählt, sondern bezieht sich auf den Menhir. Nach der Überlieferung entstand die erste Kapelle in Langenstein 721 n. Chr. durch Bonifatius. Die heutige Kirche wurde über einem Vorgängerbau aus dem 11. Jh. im 13. Jh. errichtet, ein noch älterer Vorgängerbau ist jedoch nicht auszuschließen. Einen Bezug christlicher Kirchen oder Kapellen zu Menhiren ist häufiger zu beobachten, so ist bei dem Kirchenstumpf von Udenhausen wahrscheinlich ein Menhir als Türpfeiler verbaut. Bei der ausgegangenen Siedlung Breitenborn bei Rauischholzhausen fand sich neben dem Menhir Dicker Stein eine frühmittelalterliche Kirche. |
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