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Die ehemalige Wasserburg Röder Burg liegt ca. 1,7 km südöstlich von Roßberg und etwa 2 km nordöstlich der Wüstung Udenhausen (Luftline). Sie befindet sich im sumpfigen Talschluß des Robaches und hebt sich durch ihren Burghügel und den Außenwall deutlich von der Umgebung ab.

Der Burghügel von ca. 20 m Durchmesser wird von einem Wassergraben umzogen. Dieser Graben von max. 14 m Breite wird zusätzlich von einem dreiviertelkreisförmigen Wall von 10-13 m Breite und 2,5 m Höhe begleitet, der nur im Nordwesten fehlt. Hier übernehmen zwei Gräben im Nordosten und Südwesten sowie ein mächtiger Wall im Nordwesten die Sicherung des Vorburggeländes. Dieser wurde erst in einer jüngeren Bauphase der Burg nötig, da vorher der Lauf des Robaches die Abgrenzung nach Nordwesten darstellte. Erst mit der Erweiterung des Vorburggeländes nach Norden und der Einbeziehung des Baches in den Burginnenraum, wurde eine Sicherung gegen die Talniederung angelegt. Offensichtlich wurde diese Wallanlage nie vollendet, da sie zu beiden Seiten vor einem Anschluß an die Kernburg abbricht. Der antike Eingang ist unbekannt, aber sicher nicht mit dem heutigen Zugang im Nordwesten identisch.
Anhand von Funden kann die Burganlage in das 13.-15. Jh. datiert werden, schriftliche Quellen zur Gründung oder Besitzverhältnissen liegen nicht vor. Diese Datierung bestätigen auch die Lesefunde der direkt westlich der Burg gelegenen eigentlichen Siedlung, die Roda oder Rode hieß.
Falls die urkundliche Erwähnung von Roda 750/79 identisch mit dieser Anlage sein sollte, wäre der Ort erheblich älter als bisher vermutet. Im gesamten umliegenden Waldbereich finden sich jedenfalls zahlreiche Flurrelikte wie Lesesteinhaufen und Ackerterrassen, die wohl mit dieser Siedlung in Verbindung zu bringen sind.
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