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Die Wüstung von Udenhausen liegt auf einem von zwei Tälchen eingeschlossenen Geländesporn südlich von Roßdorf etwas mehr als 1,5 km Luftline südöstlich von den Höfen Dreihausen. Sichtbar war von den Resten dieser Siedlung bis zu den ersten Ausgrabungen durch den Marburger Geschichtsverein 1916 nichts, anhand der Flurnamen "Uthenheußer Wiesen" wurde die 1130 erstmals genannte Siedlung jedoch schon länger dort vermutet. Allzu lange scheint der Ort nicht bestanden zu haben, er war schon vor 1400 wieder verlassen. 1388 wird nur noch ein Einwohner erwähnt.

Untersucht wurde der Grundriß der mit 12,5x7,5 m Größe eher kleinen Kirche mit Apsisanbau durch Grabungen 1916, 1961-63 und 1986. Erhalten ist das aufgehende Mauerwerk bis etwa 1,25 m Höhe. Die Apsis ist durch eine Mauer vom Hauptraum abgetrennt und nur ein relativ schmaler Durchgang vorhanden. An der Apsisostwand befand sich ehemals noch der heute nicht mehr erhaltene Altarunterbau.
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| Kirchengrundriß |
Der Kircheninnenraum war verputzt. Den Eingang zur Kirche bildet ein 1,3 m hoher Monolith aus anstehendem Basalt, in den eine Türangel eingearbeitet wurde. Ob es sich bei diesem Block um einen Menhir in sekundärer Verwendung handelt ist unklar, aber nicht ausgeschlossen
(vgl. Langenstein). Nicht ursprünglich sind die um die Kirche herum aufgeschichteten Bruchsteine, die Relikt der Ausgrabungen der 60er Jahre sind.
Da schriftliche Quellen zum Kirchenbau fehlen, ist die Datierung des Kirchenbaues unklar. Anhand des einfachen Grundrisses ist eine karolingische oder frühromanische Datierung zu vermuten. Auf eine karolingische Datierung deuten auch die Keramikfunde aus dem südlich der Kirche liegenden Siedlungsbereich, die als frühestes Material karolingische Scherben enhalten. Im gesamten Umfeld der Siedlung finden sich im heutigen Waldgelände immer wieder Flurrelikte wie Ackerterrassen und Lesesteinhaufen, die mit dem Dorf Udenhausen in Verbindung zu sehen sind.
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