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©!rina Görner |
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Das bronzezeitliche Hügelgrab von Wiera liegt am Südwesthang des Heidelberges. Bei der Ausgrabung 1932 konnte ein Grabbau von 11 m Durchmesser freigelegt werden. Die Steineinbauten des Hügels wurden nach der Ausgrabung wiederhergestellt. Begrenzt wurde der Hügelbereich durch einen sorgfältig errichteten Steinkreis. Diese Kreise sind im nord- und osthessischen Raum während der Bronzezeit üblich. Sie bestehen meist aus Steinen, die entweder sorgfältig trockenmauerartig aufgeschichtet wurden oder aus einzelnen größeren Steinbrocken oder Platten. Sehr selten finden sich auch Pfostenkreise, wie sie ansonsten in Westfalen üblich sind oder Kreisgräbchen. Alle diese Strukturen hatten offenbar nur die Aufgabe den eigentlichen Grabbereich noch vor der Bestattung von der Umgegend abzugrenzen. Der Steinkreis von Wiera gehört zu einer kleinen Gruppe von Hügeln, die einen ganz besonders sorgfältig hergestellten Kreis aufweisen. In regelmäßigen Abständen finden sich aufrechtstehende Steinpfeiler von 1,2 m Höhe, die Zwischenräume der Pfeiler waren mit trockenmauerartig aufgeschichteten, kleineren Steinen ausgefüllt. Diese Steinpfeilerkreise sind recht selten und lassen sich bisher nur in Hessen und Westfalen nachweisen.
Im Zentrum des Kreises war zu ebener Erde der Tote niedergelegt worden, wahrscheinlich in einem Baumsarg. Danach wurde eine Steinpackung von ca. 4 m Durchmesser direkt über der Bestattung aufgetürmt. Anschließend, vielleicht mit einem gewissen zeitlichen Abstand zur Bestattung, wurde der eigentliche Erdhügel aufgeschüttet, der erhebliche Höhen erreichen konnte. Genaue Maße sind schwer zu bestimmen, da die Erde im Lauf der Zeit seitlich abgeflossen ist, man rechnet jedoch mit Höhen von 2 bis 3 m. Dieser Erdhügel reichte mit seinem Fuß wahrscheinlich nur gerade bis an den Steinkreisinnenrand, so daß der Kreis nicht die Funktion einer Befestigung des Hügels gegen ein Auseinanderfließen hatte, sondern tatsächlich nur die optische Abgrenzung des Bestattungsplatzes bildete. Von der Bestattung selbst waren keinerlei Reste erhalten, auch Beigaben wurden keine gefunden. Anhand von anderen gleichartigen Anlagen kann man jedoch von einer Datierung in die mittlere Bronzezeit ausgehen. |
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