![[Jewgenij Baratynski]](images/barat2.jpg)
Von meiner Muse werd ich nicht geblendet,
Denn Schönheit hat noch keiner sie genannt,
Kein Jüngling hat sich je nach ihr gewendet
Und wär, verliebt ihr folgend, nachgerannt.
Mit ausgesuchtem Schmuckwerk zu berücken,
Mit glänzendem Gespräch, mit spielerischen Blicken,
Besitzt sie keine Neigung, kein Talent.
Jedoch wird von der Welt, verblüfft, erwähnt
Der ungewohnte Ausdruck ihrer Miene
Und ihrer Worte ruhig-stiller Fluss,
So dass, weit mehr als böswillige Häme,
Man nachlässigen Beifall spenden muss.
1829
Mit lautem Ruf, als ich ein Kind war,
Weckt' ich's Echo tief im Wald;
Sein treuer Rückruf, lind und zart,
Machte mich schon fröhlich bald.
Als andre Zeiten dann begannen,
Nahm das Reimen mich gefangen
Und Waldes Echo still verblich.
Spiel der Verse, goldnes Spiel!
Zärtlich hat es mich erfüllt,
Wie sich Klang mit Klängen mischt.
Alles geht vorbei! Mir reichen
Längst die Harmonien im Vers,
Und gilt mein Ruf nicht mehr den Eichen,
So such ich auch den Reim nicht mehr.
1831
Der Geist im Schmerz gesundet durch das Singen.
Der Harmonie geheimnisvolle Macht
Befreit ihn aus dem Kerker der Verwirrung,
Besänftigt den Rebellen Leidenschaft.
Des Sängers Seele fließt zum einen Einen,
Sie wird erlöst aus allem ihrem Leid;
Und es entsteht der Dichtung heilge Reinheit
Und auch die Welt bringt ihren Anteil ein.
1834
Stürme gab es, Ungebaren,
Doch es waren Jugendjahre!
Klammer Tag, gedrückte Stunde,
Tiefes Seufzen hebt die Lunge;
Wellen, die da Lieder bringen,
Ungewitter, Leid besingen!
Wie sich Zeit und Alter trafen,
Grausam mit Vergeltung strafen,
Doppellast auf müder Brust,
Kühner Seufzer nichts mehr nutzt,
Niemals legst du auf die Stimme
Weißes Haar mit schwarzem Sinne!
(1838)
Den tiefen Blick im Stein versammelt,
Hat er die Nymphe drin erkannt,
Durch seine Adern geht ein Flammen,
Sein Herz ihr schon entgegenbangt.
Doch, im unendlichen Begehren,
Gewinnt er Herrschaft über sich:
Und ganz geduldig sich verzehrend,
Von der Göttin, der verehrten,
Entfernt der Meißel Schicht um Schicht.
Von süßen Sorgen dicht umnebelt,
Die Tage, Jahre, Stunden fliehn,
Doch er kann von der heiß ersehnten
Erst dann den letzten Schleier ziehn,
Wenn, seine Leidenschaft erkennend,
Unter des Meißels zartem Schlag,
Galathea, Antwort sendend,
Rot erglüht, in Lust entbrennend,
Des Weisen Sieg bringt an den Tag.
1841
Himmel Italiens, Himmel Torquatos,
Staubige Dichtung der Röm'schen Antike.
Ruhmreicher Landstrich, Heimat des Zarten,
Werd' ich dich irgendwann einmal erblicken?
Es flattert die Seele, kann's kaum erwarten,
Die stolzen Ruinen von Rom zu beglücken!
Ich träume von Tälern, von Wäldern, von Festen,
Ich träume von Säulen verfallner Paläste!
1843
Als er, das Kind von Leidenschaft und Zweifel,
Der Dichter, tief dein Innerstes erschaut,
Warst du bereit, sein schweres Los zu teilen,
Geheime Regung, und die Liebe auch.
Du wurdest, liebevoll und mutig, mein
Und tratst in meine wilde Hölle ein:
Das Wunder Liebe sah darin ein Eden.
Wie oft hab' ich mein hocherbobnes Haupt
Vor dir gesenkt, die heilig und so traut,
Und glaubte neu an mich und höhres Leben.
1844
Не ослеплен
я музою моею:
Красавицей
ее не назовут,
И юноши, узрев
ее, за нею
Влюбленною
толпой не побегут.
Приманивать
изысканным убором,
Игрою глаз, блестящим
разговором
Ни
склонности у
ней, ни дара нет;
Но поражен бывает
мельком свет
Ее лица необщим
выраженьем,
Ее речей спокойной
простотой;
И
он, скорей чем
едким осужденьем,
Ее почтит небрежной
похвалой.
1829
Бывало, отрок,
звонким кликом
Лесное эхо я
будил,
И верный
отклик в лесе
диком
Меня смятенно
веселил.
Пора
другая наступила,
И рифма юношу
пленила,
Лесное
эхо заменя.
Игра
стихов, игра златая!
Как звуки, звукам
отвечая,
Бывало,
нежили меня!
Но всё проходит.
Остываю
Я и к
гармонии стихов
И как дубров
не окликаю,
Так
не ищу созвучных
слов.
1831
Болящий
дух врачует песнопение.
Гармонии таинственная
власть
Тяжелое
искупит заблуждение
И укротит бунтующую
страсть.
Душа
певца, согласно
излитая,
Разрешена
от всех своих
скорбей;
И чистоту
поэзия сватая
И мир отдаст
причастнице
своей.
1834
Были бури, непогоды,
Да младые были
годы!
В день ненастный,
час гнетучий
Грудь подымет
вздох могучий;
Вольной песнью
разолется,
Скорбь-невзгода
распоется!
А
как век-то, век-то
старый
Обручится
с лютой карой,
Груз двойной
с груди усталой
Уж не сбросит
вздох удалый,
Не положишь
ты на голос
С
черной мыслью
белый волос!
(1838)
Глубокий взор
вперив на камень,
Художник нимфу
в нем прозрел,
И пробежал по
жилам пламень,
И к ней он сердцем
полетел.
Но, бесконечно
вожделенный,
Уже он властвует
собой:
Неторопливый,
постепенный
Резец с богини
сокровенной
Кору снимает
за корой.
В заботе
сладостно-туманной
Не час, не день,
не год уйдет,
А с предугаданной,
с желанной
Покров
последний не
падет,
Покуда,
страсть уразумея
Под лаской вкрадчивой
резца,
Ответным
взором Галатея
Не увлечет, желаньем
рдея,
К победе
неги мудреца.
1841
Небо Италии, небо Торквата,
Прах поэтический
древнего Рима.
Родина неги,
славой богата,
Будешь ли некогда
мною ты зрима?
Рвется душа,
нетерпеньем
объята,
К гордым
остаткам падшего
Рима!
Снятся
мне долы, леса
благовонны,
Снятся упадших
чертогов колонны!
1843
Когда, дитя и
страсти и сомненья,
Поэт взглянул
глубоко на тебя,
Решилась ты
делить его волненья,
В нем таинство
печали полюбя.
Ты, смелая и
кроткая, со мною
В мой дикий ад
сошла рука с рукою:
Рай зрела в нем
чудесная любовь.
О, сколько раз
к тебе, святой
и нежной,
Я приникал
главой моей мятежной,
С тобой себе
и небу веря вновь.
1844