Edgar Allan Poe (1809 – 1849)

Für meinen Erstling

Leb wohl, Kind meiner rechten Hand, und Freude;
          's war Sünde, dass du mir so viel bedeutet.
Du warst mir nur geliehn auf sieben Jahre,
          Mit deinem Schicksal zahl ich just die Tage.
O wär ich doch kein Vater je gewesen!
          Warum beklag ich ihn, der so genesen,
Der früh der Welt, der Fleischeswut entflohn
          Und dem des Alters Qualen nicht mehr drohn?
Ruh sanft in Frieden, fragt wer, sag: Hier liegt
          Ben Jonson und sein herrlichstes Gedicht,
Der sich zuvörderst eins nur ausbedinge,
          Dass Liebe nicht mehr so zu Herzen ginge.

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Ben Jonsons Sohn Benjamin (hebr.: Kind zur rechten Hand,
vergl. 1. Zeile), war im Alter von sieben Jahren an der Pest gestorben.

Seiner spröden Dame

Frau, hätten wir mehr Raum und Zeit,
Erlaubt wär spröde Lauterkeit.
Wir säßen da und dächten nach
Wie's Leben hingeht Tag und Nacht.
Du könntst, am Ganges-Ufer gehnd,
Rubine finden und ich flehnd
Am Humber knien, und wär dir gut
Zehn Jahre noch vor Noahs Flut;
Du hauchst dein Nein, zart, doch bestimmt,
Bis alle Juden Christen sind;
Bis meiner Liebe Pflanzenwuchs
Weltreiche deckt, ganz langsam wuchernd.
Schon ein Jahrhundert würd es brauchen
Dein Aug zu preisen, die Stirn zu beschauen;
Zweihundert Jahr für jede Brust,
Wohl dreißigtausend bis zum Schluss:
Zeitalter wär ein jedes Stück,
Das letzte erst wär's Herz voll Glück.
Dies ist noch nicht zu weit getrieben,
Wollt' dich nicht gern geringer lieben.

Doch hör im Rücken, flügelschlagend,
Ich stets der Zeit eiligen Wagen;
Und vor uns liegt weit ausgebreitet
Die Wüste öder Ewigkeiten,
Die Schönheit geht vorbei, schon bald
In deiner Gruft mein Lied verhallt,
Und Würmer fressen, was verscharrt
Du dir an Jungfernschaft bewahrt.
Dein Ehrbartun zerfällt zu Staub,
All meine Lust wird Flammenraub:
Auch's Grab, denk ich, hat seinen Charme,
Doch dort lieger keiner Arm in Arm.

Darum, solang noch deine Haut
So jung und frisch wie Morgentau,
Solang noch deine Seele traut
Aus jeder Pore Feuer haucht,
Lass uns erfreun wie's eben geht;
Wie Greife, die verliebt, erregt
Mit einem Biss die Zeit verzehrn,
Die sonst so langsam mahlend währt.
Lass unsre ganze Kraft und all
Die Süße roll'n zu einem Ball:
Ein Schuss, und unsre Freude reist
Durch's Eisentor, das Leben heißt.
Da unser Stern nicht stehen könnt',
Ist's besser, wenn er schneller rennt.


Die kranke Rose

O Rose, so betrübt!
      Der verborgene Wurm,
Der die Nacht durchpflügt
      Im heulenden Sturm,

Hat dich auserwählt
      Zum freudigen Bett,
Wo verheimlichte Liebe
      Dein Leben zersetzt.

Mein schöner Rosenstrauch

Eine Blume ward mir offeriert,
      Solch Blume, wie niemals im Mai;
Doch ich sagte: »Ein Rosenstrauch ist meine Zier«,
      Und schritt an der süßen Blume vorbei.

Zum Rosenstrauch ging ich des Wegs,
      Meine Rose zu hegen bei Tag und bei Nacht;
Doch eifersüchtig drehts Röschen sich weg,
      Und mit Dornen nur ward ich bedacht.

Ein Traum

In Visionen dunkler Nacht
    Entschwundne Freude träumt' ich;
Bis mir das Herz im Leibe brach
    Mein Lebenslicht beweint' ich.

Denn! scheint nicht dem der Tagtraum schal,
    Des Augen nur zurück-
Gewendet sind auf einem Strahl,
    Der ins Vergangne blickt?

Der heilge Traum – der lichte Traum,
    Wo alle Welt nur streitet,
Hat meinen Geist zum Sternenraum
    Durch Einsamkeit geleitet.

Auch wenn das Licht, durch Sturm und Nacht,
    Im Fernen nur geglommen,
Hat's über mich weit hellre Macht
    Erlangt als Wahrheits Sonne!


Der Rabe

Einmal saß ich, trüb versunken, in der Nacht zur zwölften Stunde
Über Bänden, seltsam, trunken, kündend von vergessner Lehr',
Und ich nickte, fast schon schlafend, als mich Klopfgeräusche trafen,
So als würde jemand schlagen zärtlich an die Zimmertür.
»Ein Besucher wohl«, so brummt ich, »der mich in der Nacht noch stört –
       Das wird's sein, nichts weiter mehr.«

Kann mich jetzt genau entsinnen, im Dezember war's, dem grimmen,
Jedes Kohlenstück, verglimmend, geisterte im Raum umher.
Bang ersehnte ich den Morgen, sinnlos suchte ich zu borgen
Von den Büchern Trost: mir fehlte die Verlorene so sehr,
Die von Engeln einzig strahlend als Lenore wird geehrt, –
       Hier erschallt ihr Nam' nicht mehr.

Und mich schreckten der Gardinen pupurn eingewebte Mienen,
Die im Seidenhauch erschienen grimmiger als je vorher;
Doch ich sprach, trotz all der Sprünge, die mein Herzschlag machte, sinnig:
»Ein Besucher ist's, gebietend Einlass an der Zimmertür.
Ein Besuch zu später Stunde, einfach an der Zimmertür,
       Dies nur ist's, nichts weiter mehr.«

Dies bewirkte mein Erwachen, eilig ging ich aufzumachen,
»Gleich, mein Herr, vielleicht auch Dame, seien sie nicht bös mit mir,
War ein bisschen eingeschlafen und so zärtlich klang ihr Schlagen,
Kaum vernehmlich war ihr Klopfen hier an meiner Zimmertür,
Dass ich's beinah überhörte«, sprach ich, öffnend weit die Tür –
       Finsternis erschien vor mir.

Tief die Dunkelheit durchdringend, stand ich staunend, händeringend,
Träume träumend, ängstlich träumend wie kein Sterblicher vorher;
Doch die Stille blieb versiegelt, ganz bewegungslos verriegelt,
Nur allein das Wort »Lenore« hat die Stille kurz gestört,
Das ich selber ausgesprochen und als Echo klang gebrochen
       Nur »Lenore«, sonst nichts mehr.

Als ich mich ins Zimmer wandte und die Seele in mir brannte,
Hört ich abermals das Klopfen, etwas lauter als vorher.
»Ach, genau«, sprach ich erzitternd, »es ist nur das Fenstergitter,
Es hat mit der Zeit gelitten, was die Sache wohl erklärt.
Gönn mir, Herz, ein bisschen Pause, dies Geheimnis aufzuklärn,
       ‘s ist der Wind, nichts weiter mehr.

Auf stieß ich das Fenstergatter – mit Gezier und viel Geflatter
Trat ein stolzer Rabe stattlich, wie aus Olims Zeiten her,
Grußlos ein in dieses Zimmer, hielt keine Sekunde inne,
Schwang mit herrschaftlicher Miene sich empor zur Zimmertür,
Schwang sich hoch zur Pallasbüste über meiner Zimmertür,
       Nahm dort Platz – nichts weiter mehr.

Dieser Held im schwarzen Fittich machte mich zum Lächeln glücklich,
Zeigte er doch höchst unstrittig edelstes Betragen vor.
»Ward dein Helmbusch auch beschnitten, bist du doch kein feiger Ritter,
Grausig strenger alter Rabe, Pflüger durch das nächtge Meer –
Sag mir deinen Rang und Namen, dort in Plutos mächtgem Heer«.
       Sprach der Rabe: »Nimmermehr«.

Sehr bestaunt ich dies Geflügel, das sich Silben ausgeklügelt,
Klang sein Plappern auch nicht grade sinnreich und bedeutungsschwer,
Doch wem wär es je geschehen, einen Vogel anzusehen,
Der sich rau im Sprechen übte über einer Zimmertür,
Dort auf einer Marmorbüste über einer Zimmertür
       Und sich nannte »Nimmermehr«?

Und mir schien, als wär dem Raben dieses eine Wort entfahren,
Um im weisen Glanz der Büste seine Seele vorzukehrn.
Weiter hat er nichts geschnattert, keine Feder hat geflattert
Und ich plapperte verdattert: »Freunde sah ich gehn vorher,
Wie mich Hoffnung einst getrogen, so verlässt mich morgen er –
       Drauf der Vogel: »Nimmermehr«.

Einem Sinn schien's zu entsprechen, so das Schweigen zu durchbrechen
Und so sprach ich voller Schrecken: »Mehr hat er wohl nicht gelernt;
Als Gefangner eines Barden, dem das Unglück tiefe Narben
In die Seele schnitt, bis gar nur eine Last sein Lied genährt –
Bis die Klage seines Hoffens nur noch eine Last beschwert' –
       Jenes ›Nimmer – Nimmermehr‹«.

Doch mich machte der im Fittich weiterhin zum Lächeln glücklich
Und ich rollte stracks den Sessel unter Vogel – Büste – Tür;
Dann, im weichen Samt versunken, spürt' ich, phantasientrunken,
Nach, was dieser Numinose aus der Sagenwelt wohl lehrt,
Was der grimme, greise, grame Vogel, den die Sage ehrt,
       Krächzend meint mit »Nimmermehr«.

Und da saß ich, rätselratend, keine Silbe mehr verratend
Dem Geflügel, dessen Augen feurig brannten in mein Herz;
Und ich saß, ins Ferne blickend, meinen Kopf ins Kissen drückend,
Mich in samtne Träume schickend, die das Licht der Lampe nährt'.
Auf dem violetten Kissen drückte mich die Last so schwer,
       Dass sie's drückte – nimmermehr.

Und mir schien, die Luft ward dichter, angefüllt mit Weihrauchdüften,
Seraphime, kesselschwingend, klingelten vom Boden her.
Ich schrie auf: »Gott zeigt Verständnis, hat die Engel mir gesendet,
Schickt Vergessen und Nepenthe, dass Lenor vergessen wär.
Trink den Trank dieses Nepenthes, dass Lenor vergessen wär!«
       Sprach der Rabe: »Nimmermehr«.

»Du willst prophezeihn, du Teufel, du Prophet von Angst und Zweifel,
Ob du Höllendunst enteiltest oder Sturmwind trieb dich her,
Bring dem Hoffenden Verzweiflung, der in dieser Wüste scheitert,
Dieses Haus des Schreckens reifte für die Wahrheit, sag es mir,
Findet man in Gilead Balsam, sag es, sag die Wahrheit mir.«
       »Nimmermehr«, so sprach das Tier.

»Du Prophet von Angst und Zweifel, du Prophet, ob Tier, ob Teufel,
Bei dem Himmel, den der wölbte, den wir beide hoch verehrn,
Sag der schwerbeladnen Seele, ob sie einst im fernen Eden
Wird ein Mädchen wiedersehen, das die Engel hoch verehrn,
Das die Engel einzig strahlend als Lenore dort verehrn.«
       Sprach der Rabe, »Nimmermehr«.

»Dies Wort sei das Abschiedszeichen, Vogel«, schrie ich, »Satan, weiche!
Kehr zurück, wo Stürme tosen, dort in Plutos nächtgem Meer!
Lass nicht eine schwarze Feder deinen Lügen Zeugnis geben!
Lass mich einsam hier vergehen! – Von der Büste weg dich scher!
Schnabel! fort aus meinem Herzen, von der Türe weg dich scher!«
       Sprach der Rabe, »Nimmermehr«.

Und der Rabe will nicht flüchten, er bleibt sitzen, immer sitzen
Auf der bleichen Pallasbüste über meiner Zimmertür.
Seine tiefen Augen scheinen eines Dämons Traum zu träumen;
Von hoch über ihm der Lampe strömt sein Schatten zu mir her
Und verfließt mit meiner Seele und drückt sie zu Boden schwer
       Und sie hebt sich – nimmermehr.


Eldorado

    Ein Ritter, der
    In stolzer Wehr
Durch Sonnenschein und Schatten zog,
    War lang gereist
    Und sang es leis
Das Lied von Eldorado.

    Es wurde alt
    Der Ritter bald,
Ein Schatten trübt sein Herz schon,
    Weil er nicht fand
    Das Fleckchen Land
Mit Namen Eldorado.

    Als seine Kraft
    Am End erschlafft,
Traf er 'nes Pilgers Schatten
    Und fragte ihn
    »Wo muss ich hin,
Zu finden Eldorado?«

    »Im Monde noch
    Die Berge hoch,
Hinab ins Tal der Schatten,
    Reit mutig hin,
    Dort find'st du ihn
Den Schatz von Eldorado!«


On my First Son

Farewell, thou child of my right hand, and joy;
          My sin was too much hope of thee, loved boy.
Seven years thou wert lent to me, and I thee pay,
          Exacted by thy fate, on the just day.
O, could I lose all father now! For why
          Will man lament the state he should envy?
To have so soon 'scaped world's and flesh's rage,
          And, if no other misery, yet age?
Rest in soft peace, and, asked, say here doth lie
          Ben Jonson, his best piece of poetry.
For whose sake, henceforth, all his vows be such
          As what he loves may never like too much.


To His Coy Mistress

Had we but world enough, and time,
This coyness, Lady, were no crime.
We would sit down and think which way
To walk and pass our long love's day.
Thou by the Indian Ganges' side
Shouldst rubies find: I by the tide
Of Humber would complain. I would
Love you ten years before the Flood,
And you should, if you please, refuse
Till the conversion of the Jews.
My vegetable love should grow
Vaster than empires, and more slow;
An hundred years should go to praise
Thine eyes and on thy forehead gaze;
Two hundred to adore each breast;
But thirty thousand to the rest;
An age at least to every part,
And the last age should show your heart;
For, Lady, you deserve this state,
Nor would I love at lower rate.

But at my back I always hear
Time's winged chariot hurrying near;
And yonder all before us lie
Deserts of vast eternity.
Thy beauty shall no more be found,
Nor, in thy marble vault, shall sound
My echoing song: then worms shall try
That long preserved virginity,
And your quaint honour turn to dust,
And into ashes all my lust:
The grave's a fine and private place,
But none, I think, do there embrace.

Now therefore, while the youthful hue
Sits on thy skin like morning dew,
And while thy willing soul transpires
At every pore with instant fires,
Now let us sport us while we may,
And now, like amorous birds of prey,
Rather at once our time devour
Than languish in his slow-chapt power.
Let us roll all our strength and all
Our sweetness up into one ball,
And tear our pleasures with rough strife
Thorough the iron gates of life:
Thus, though we cannot make our sun
Stand still, yet we will make him run.


The Sick Rose

O rose, thou art sick!
      The invisible worm,
That flies in the night,
      In the howling storm,

Has found out thy bed
      Of crimson joy,
And his dark secret love
      Does thy life destroy.

My Pretty Rose Tree

A flower was offered to me,
      Such a flower as May never bore;
But I said «I've a pretty rose tree»,
      And I passed the sweet flower o'er.

Then I went to my pretty rose tree,
      To tend her by day and by night;
But my rose turned away with jealousy,
      And her thorns were my only delight.

A Dream

In visions of the dark night
    I have dreamed of joy departed,
But a waking dream of life and light
    Hath left me broken-hearted.

Ah! what is not a dream by day
    To him whose eyes are cast
On things around him with a ray
    Turned back upon the past?

That holy dream — that holy dream,
    While all the world were chiding,
Hath cheered me as a lovely beam
    A lonely spirit guiding.

What though that light, thro' storm and night,
    So trembled from afar,
What could there be more purely bright
    In Truth's day-star?


The Raven

Once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary,
Over many a quaint and curious volume of forgotten lore —
While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping,
As of some one gently rapping, rapping at my chamber door.
«'Tis some visitor,» I muttered, «tapping at my chamber door —
       Only this and nothing more.»

Ah, distinctly I remember it was in the bleak December;
And each seperate dying ember wrought its ghost upon the floor.
Eagerly I wished the morrow; — vainly I had sought to borrow
From my books surcease of sorrow — sorrow for the lost Lenore —
For the rare and radiant maiden whom the angels name Lenore —
       Nameless here for evermore.

And the silken, sad, uncertain rustling of each purple curtain
Thrilled me — filled me with fantastic terrors never felt before;
So that now, to still the beating of my heart, I stood repeating,
«'T is some visitor entreating entrance at my chamber door —
Some late visitor entreating entrance at my chamber door —
       This it is and nothing more.»

Presently my soul grew stronger; hesitating then no longer,
«Sir,» said I, «or Madam, truly your forgiveness I implore;
But the fact is I was napping, and so gentle you came rapping,
And so faintly you came tapping, tapping at my chamber door,
That I scarce was sure I heard you» — here I opened wide the door; —
       Darkness there and nothing more.

Deep into the darkness peering, long I stood there wondering, fearing,
Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before;
But the silence was unbroken, and the stillness gave no token,
And the only word there spoken was the whispered word «Lenore?»
This I whispered, and an echo murmured back the word, «Lenore!»
       Merely this and nothing more.

Back into the chamber turning, all my soul within me burning,
Soon again I heard a tapping somewhat louder than before.
«Surely,» said I, «surely that is something at my window lattice;
Let me see, then, what thereat is, and this mystery explore —
Let my heart be still a moment and this mystery explore; —
       'T is the wind and nothing more!»

Open here I flung the shutter, when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately Raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not a minute stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door —
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door —        Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
«Though thy crest be shorn and shaven, thou,» I said, «art sure no craven,
Ghastly grim and ancient Raven wandering from the Nightly shore —
Tell me what thy lordly name is on the Night's Plutonian shore!»
       Quoth the Raven, «Nevermore.»

Much I marvelled this ungainly fowl to hear discourse so plainly,
Though its answer little meaning — little relevancy bore;
For we cannot help agreeing that no living human being
Ever yet was blessed with seeing bird above his chamber door —
Bird or beast upon the sculptered bust above his chamber door,
       With such name as «Nevermore.»

But the Raven, sitting lonely on the placid bust, spoke only
That one word, as if his soul in that one word he did outpour.
Nothing farther than he uttered — not a feather then he fluttered —
Till I scarcely more than muttered, «Other friends have flown before —
On the morrow he will leave me, as my Hopes have flown before.»
       Then the bird said, «Nevermore.»

Startled at the stillness broken by reply so aptly spoken,
«Doubtless,» said I, «what it utters is its only stock and store
Caught from some unhappy master whom unmerciful Disaster
Followed fast and followed faster till his songs one burden bore —
Till the dirges of his Hope that melancholy burden bore
       Of ‹Never — nevermore.›»

But the Raven still beguiling my sad fancy into smiling,
Straight I wheeled a cushioned seat in front of bird and bust and door;
Then, upon the velvet sinking, I betook myself to linking
Fancy unto fancy, thinking what this ominous bird of yore —
What this grim, ungainly, ghastly, gaunt, and ominous bird of yore
       Meant in croaking «Nevermore.»

This I sat engaged in guessing, but no syllable expressing
To the fowl whose fiery eyes now burned into my bosom's core;
This and more I sat divining, with my head at ease reclining
On the cushion's velvet lining that the lamp-light gloated o'er,
But whose velvet-violet lining with the lamp-light gloating o'er,
       She shall press, ah, nevermore!

Then, methought, the air grew denser, perfumed from an unseen censer
Swung by seraphim whose foot-falls tinkled on the tufted floor.
«Wretch,» I cried, «thy God hath lent thee — by these angels he hath sent thee
Respite — respite and nepenthe from thy memories of Lenore;
Quaff, oh, quaff this kind nepenthe and forget this lost Lenore!»
       Quoth the Raven, «Nevermore.»

«Prophet!» said I, «thing of evil! — prophet still, if bird or devil! —
Whether Tempter sent, or whether tempest tossed thee here ashore,
Desolate yet all undaunted, on this desert land enchanted —
On this home by Horror haunted — tell me truly, I implore —
Is there — is there balm in Gilead? — tell me — tell me, I implore!»
       Quoth the Raven, «Nevermore.»

«Prophet!» said I, «thing of evil! — prophet still, if bird or devil! —
By that Heaven that bends above us — by that God we both adore —
Tell this soul with sorrow laden if, within the distant Aidenn,
It shall clasp a sainted maiden whom the angels name Lenore —
Clasp a rare and radiant maiden whom the angels name Lenore.»
       Quoth the Raven, «Nevermore.»

«Be that word our sign of parting, bird or fiend!» I shrieked, upstarting —
«Get thee back into the tempest and the Night's Plutonian shore!
Leave no black plume as a token of that lie thy soul hath spoken!
Leave my loneliness unbroken! — quit the bust above my door!
Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door!»
       Quoth the Raven, «Nevermore.»

And the Raven, never flitting, still ist sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming,
And the lamp-light o'er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
       Shall be lifted — nevermore!

Eldorado

    Gaily bedight,
    A gallant knight,
In sunshine and in shadow,
    Had journeyed long,
    Singing a song,
In search of Eldorado.

    But he grew old —
    This knight so bold —
And o'er his heart a shadow
    Fell as he found
    No spot of ground
That looked like Eldorado.

    And, as his strength
    Failed him at length,
He met a pilgrim shadow —
    «Shadow,» said he,
    «Where can it be —
This land of Eldorado?»

    «Over the mountains
    Of the Moon,
Down the Valley of the Shadow,
    Ride, boldly ride,»
    The shade replied, —
«If you seek for Eldorado!»

<<Illeguan

Ben Jonson

Für meinen Erstling
On my First Son

Andrew Marvell

Seiner spröden Dame
To His Coy Mistress

William Blake

Die kranke Rose
The Sick Rose
Mein schöner Rosenstrauch
My Pretty Rose Tree

Edgar Allan Poe

Ein Traum
A Dream
Der Rabe
The Raven
Eldorado
Eldorado

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Englische Lyrik I