![[Afanasij Fet]](images/fet.jpg)
Noch ist es vor dem Fenster hell,
Die Sonne blinkt in Wolkenrissen,
Ein Spatz, im Sande badend, schlägt
Mit seinen Flügeln, leise zitternd.
Doch schon bis tief zur Erde schwankt
ein großer Vorhang hoch vom Himmel,
Und hinter ihm der Waldesrand
Schaut wie bestäubt mit goldnem Flimmer.
Ein Tropfen an die Scheibe spritzt,
Von den Linden träuft's wie Honig,
Bis jemand durch den Garten flitzt
Auf die frischen Blätter trommelnd.
(1857)
Die Blätter schwiegen, die Sterne glühten
In dieser Stund
Wir beide auf die Sterne blickten,
Und sie auf uns.
Und schaun der Mond und alle Sterne
In deine Brust hinein,
Wie sollte diese Brust verbergen
Nur ein Geheimnis?
All das, was Kraft bewahrt und weckte
In allem, was da lebt,
Auch, was dem Grab entgegenstrebte,
Von allem heimlich weg,
Was rein wie Sterne, finster lauernd
Und dunkler als die Nacht,
Das haben wir, uns in die Augen schauend,
Damals gesagt.
1859
Hast ausgelitten und ich muss noch leiden,
Das Atmen voller Zweifel weitergeht.
Ich zittere, mein Herz sucht zu vermeiden
Das einzusehen, was niemand versteht.
Es gab den Morgen doch! Ich weiß es und erinnre
Der Liebe Sprache, Blumen, Strahl der Nacht.
Wie sollte hell der Mai nicht blühn im Schimmern
Von solchen Augen; so vertraut und sacht.
Die Augen sind nicht mehr mich schrecken keine Särge,
Mich schreckt allein, dass du kein Wort mehr sprichst.
Und über Zorn und Dumpfheit mich erhebend,
Schnell, schnell in das hinein, was du jetzt bist!
1878
Hast recht. Als eine luftge Flatterlinie
Bin ich so lieblich.
Mein Atlaskleid, so lebend und beweglich
Sind nur zwei Flügel.
Ach frage nicht: wohin ich gehen werde;
Woher ich kam!
Ich ließ mich nur auf leichtem Blümchen nieder,
Und schöpfe Atem.
Ob lange ich, unangestrengt und ziellos,
Noch Atem schöpfe?
Schnell öffnend meine aufleuchtenden Flügel
Entflieg ich plötzlich.
(1884)
Ich sage dir nichts weiter mehr,
Ich will nicht, dass du dich besorgst,
Und das, was mich schweigend beschwert,
Erwähnt keine Geste, kein Wort.
Die Nachtblumen schlafen am Tag,
Doch wenn sich die Sonne verzieht,
Dann öffnen sie Blüten und Blatt:
Ich lausche, wie's Herz mir erblüht.
Die feuchte Nacht kriecht in die Brust,
Krank zittert mein totmüdes Herz.
Ich will nicht, dass du dich besorgst,
Ich sage dir weiter nichts mehr.
1885
All das, was zauberhaft verführte,
Damit das Leben weiterging;
Als Wintertage es berührten:
Es legte sich zum Sterben hin.
Nicht Hoffnung mehr, noch Kraft zu kämpfen
Umringt vom wirren Allerlei,
Wie Stolz und wie's Gebet im Tempel
Erstehn vergangne Leiden neu.
1892
In nächtger Stille fällt es schwer
Die Seelenlast zu tragen
Vorm Hausgeist, dessen Augen leer,
Der stumm und dunkel wabert;
Wie einer Welle Urgewalt
Sich's über deiner Seele ballt.
Schon darum liebe ich's, bei Tag,
Wenn alles rings verstummt,
Bedacht hörn, wie der Wellenschlag
Des Lebens plätschernd summt.
Denn solche Welle drückt mich nicht,
Der Geist ist frei, die Seele frisch;
Und ständig würd ich gerne sagen:
»Ich bin da!« Ich schweige aber.
15. September 1892
Еще светло перед окном,
В разрывы облак солнце блещет,
И воробей своим крылом.
В песке купаяся, трепещет.
А уж от неба до земли,
Качаясь, движется завеса,
И будто в золотой пыли
Стоит за ней опушка леса.
Две капли брызнули в стекло,
От лип душистым медом тянет,
И что-то к саду подошло,
По свежим листьям барабанит.
(1857)
Молчали листья, звезды рдели
И в этот час
С тобой на звезды мы глядели,
Они на нас.
Когда все небо так глядится
В живую грудь,
Как в этой груди затаится
Хоть что-нибудь?
Все, что хранит и будит силу
Во всем живом,
Все, что уносится в могилу
От всех тайком,
Что чище звезд, пугливей ночи,
Страшнее тьмы,
Тогда, взглянув друг другу в очи,
Сказали мы.
1859
Ты отстрадала, я еще страдаю,
Сомнением мне суждено дышать,
И трепещу, и сердцем узбегаю
Искать того, чего нельзя понять.
А был рассвет! Я помню, вспоминаю
Язык любви, цветов, ночных лучей.
Как не цвести всевидящему маю
При отблеске родном таких очей!
Очей тех нет и мне не страшны гробы,
Завидно мне безмолвие твое,
И, не судя ни тупости, ни злобы,
Скорей, скорей в твое небытие!
1878
Ты прав. Одним воздушным очертаньем
Я так мила.
Весь бархат мой с его живым миганьем
Лишь два крыла.
Не спрашивай: откуда появилась,
Куда спешу?
Здесь на цветок я легкий опустилась,
И вот дышу.
Надолго ли, без цели, без усилья,
Дышать хочу?
Вот, вот сейчас, сверкнув, раскину крылья
И улечу.
(1884)
Я тебе ничего не скажу,
Я тебя не встревожу ничуть
И о том, что я молча твержу,
Не решусь ни за что намекнуть.
Целый день спят ночные цветы,
Но лишь солнце за рощу зайдет,
Раскрываются тихо листы,
И я слышу, как сердце цветет.
И в больную, усталую грудь
Веет влагой ночной… я дрожу.
Я тебя не встревожу ничуть,
Я тебе ничего не скажу.
1885
Все, что волшебно так манило,
Из-за чего весь век жилось,
Со днями зимними остыло
И непробудно улеглось.
Нет ни надежд, ни сил для
битвы
Лишь посреди ничтожных смут,
Как гордость дум, как храм молитвы
Страданья в прошлом восстают.
1892
Тяжело в ночной тиши
Выносить тоску души
Пред безглазым домовым,
Темным призраком немым,
Как стихийная волна
Над душой одна вольна.
Но зато люблю я днем,
Как замолкнет все кругом,
Различать, раздумья полн,
Тихий плеск житейских волн.
Не меня гнетет волна,
Мысль свежа, душа вольна;
Каждый миг сказать хочу:
«Это я!» Но я молчу.
15 сентября 1892