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Nachrichten
Evangelistische Artikel aus der Zeitschrift kleine Herde Evolution oder Schöpfung?
Das lebendige Wort
Über die Taufe:
Diese
Artikel sind zum Teil
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Wer
ist gerecht?
Wenn wir uns in dieser Welt behaupten möchten, müssen wir von uns selbst überzeugt sein. Wir müssen unsere Qualitäten und guten Seiten kennen und darstellen, um Erfolg und Anerkennung zu bekommen. Besonders in der Medienwelt unserer Tage setzt man die verschiedensten Mittel ein, sich von der besten Seite zu zeigen, und viele verstehen es gut, sich und ihre Fähigkeiten zu verkaufen. Haben viele Menschen nicht tatsächlich Gutes vorzuweisen? Doch der äußere Schein ist nicht alles und trügt in den meisten Fällen. Wie es hinter der schönen Fassade aussieht, kann man oft nur erahnen. Wenn wir nach dem Wahren und Echten suchen, sollten wir uns einmal das Urteil dessen anhören, dem man keinen Betrug, keine Ungerechtigkeit nachsagen konnte und der von sich sagte: „Ich bin die Wahrheit ...“ Als er vor etwa zweitausend Jahren mit der Selbstgerechtigkeit einer bestimmten Menschengruppe konfrontiert war, kam er nicht umhin, Stellung dazu zu nehmen und auf das hinzuweisen, was Gerechtigkeit bei Gott heißt. Er tat dies, indem er die Geschichte von zwei Menschen erzählte: „Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel um zu beten, der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: ‚Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen Leute: Erpresser, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zwei mal in der Woche; ich gebe den Zehnten von allem was ich einnehme.‘ Der Zöllner aber stand von ferne und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel aufheben, sondern schlug sich an die Brust und sagte: ‚Gott, lass dich mit mir Sünder versöhnen!‘“ Obwohl die beiden Menschen grundverschieden sind, tun sie nach außen hin das gleiche: Sie nähern sich Gott und beten. Doch auch ihr Gebet unterscheidet sie grundlegend. Der eine ist sich bewusst, dass er ein guter Mensch ist. Er kann einiges aufzählen, das dafür spricht. Er ist kein Erpresser wie der andere neben ihm, ist kein Ehebrecher oder Ungerechter. Er fastet sogar zwei mal die Woche und gibt zehn Prozent seiner Einkünfte für einen guten Zweck. Nein, er ist nicht so wie dieser Zöllner da. Sein Gebet spiegelt eine innere Haltung wider: Er ist sich seines gerechten Lebens bewusst und ist stolz darauf. Was erbittet er von Gott? Weshalb kommt er zu Gott? Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er insgeheim ein Lob, ein Dankeschön von Gott erwartet. ‚Gott kann doch froh sein, dass er mich hat, dass es solch einen Menschen wie mich gibt.‘ Diese Einstellung ist pure Selbstgerechtigkeit. Und genau die ist Gott zuwider. Ganz hinten steht der andere, der Zöllner und wagt nicht, seine Augen aufzuheben, weil er sich seiner ganzen Schuld bewusst ist. Er schlägt sich an die Brust, weil er vieles bereut, das er getan hat. Er möchte so vieles in seinem Leben wieder ungeschehen machen. Er weiß um seinen Zustand und dass er so nicht in Gottes Nähe passt. Und doch betet er, und sein Gebet ist der Hilfeschrei seines Herzens: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Wer in dieser Haltung zu Gott kommt, gibt Gott die Chance einzugreifen und etwas neues zu bewirken. „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade!“ Nur wer seine eigene Schwäche und Hilflosigkeit eingesteht, ist in der Verfassung sich von Gott beschenken zu lassen. Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Jesus schließt seine Erzählung folgendermaßen ab: „Ich sage euch: dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ Wenn wir auch viel gutes vorzuweisen meinen, sollten wir doch von Gott keine Bestätigung dafür erwarten. Viel mehr müssen wir wissen und akzeptieren, dass es im Grunde keinen wirklich Guten oder Gerechten nach Gottes Maßstab gibt. Dies wird uns an vielen Stellen der Bibel vor Augen geführt. Unter anderem im Römerbrief (Römer 3:10 bis 12): „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist, da ist keiner, der Gott sucht. Sie haben sich alle abgewandt, sie sind allesamt unbrauchbar geworden; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer...“ Wenn wir das einmal einsehen, steht uns die Tür zur Gnade Gottes weit offen: „Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben Jesu Christi für alle, die glauben. Denn es gibt hier keinen Unterschied, denn alle haben gesündigt und haben Mangel an der Herrlichkeit Gottes und werden ohne Verdienst gerechtfertigt aus seiner Gnade durch die Erlösung in Christus Jesus.“ Was Gott uns hier anbietet zeigt seine große Liebe. Um gerecht zu werden gilt es nicht, Gesetze einzuhalten oder gute Werke vorzuweisen. Gott sandte seinen Sohn, der ein gerechtes und sündloses Leben geführt hat und dann für uns Ungerechte am Kreuz starb. Wenn wir dies annehmen und an Jesus glauben, wird seine Erlösung für uns gültig. So werden wir gerecht in Gottes Augen. Wenn wir dies erfahren möchten, können wir gleich beten: „Herr Jesus, vergib mir meine Sünden und meine Selbstgerechtigkeit. Danke, dass du für mich gestorben bist. Ich glaube an dich. Danke, dass du mich gerecht machst!“ Wolfgang Keller
(Nach einer Evangeliumsversammlung in Karlsruhe im März 2000) |