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Die Wikinger Boote Teil III


Das Holzboot - das Erbe der Wikinger

Seit der Zeit, als die Wikinger auf den Meeren in ihren Langschiffen gesegelt sind, waren die Norweger für ihren hervorragenden Schiffsbau bekannt. Aus dieser Zeit ist das Osebergschiff das bekannteste. Die Schiffsbauer der Gegenwart führen die Traditionen der alten Zeit weiter und verbessern diese.

Die Saga beschreibt den Schiffsbau als eine spezialisierte Facharbeit, und hier werden u.a. Torberg Skavhogg erwähnt, der Mann, der «Ormen Lange», das 35-40 m lange Schiff des Königs Olav Tryggvason baute. Ein gutes Schiff war die einzige Lebensversicherung damals auf hoher See.

11 Knoten

Nach den historischen Berichten kann man ausrechnen, daß die Wikinger auf langen Fahrten eine Durchschnittsgeschwindigekeit von rund 7 Knoten hatten. In der heutigen Zeit hat Ragnar Thorseth Kopien der Wikingerschiffe bauen lassen, und er hat ihre Seetüchtigkeit vollauf bestätigen können. Im Jahre 1893 hat Magnus Andersen eine Kopie des Gokstad-Schiffes nach Amerika geseglet.

Als die Wind-verhältnisse während der Überfahrt besonders günstig waren, hat das Schiff sogar eine Geschwindigkeit von 11 Knoten erreicht. Die kleinen Ruderboote, die zusammen mit dem Gokstadschiff gefunden wurden, zeigen eine verblüffende Ähnlichkeit it den herköm-mlichen Kleinbooten, die heute gebaut werden, z.B. dem «Oselver».

Felszechnungen und Funde in Mooren

  Die Ähnlichkeit zwischen den verschiedenen Funden von Booten aus vielen Epochen in den skandinavischen Ländern besagen, daß man von einer gemeinsamen nordischen Schiffsbaukultur mit einer langen, ununterbrochenen Tradition, sprechen kann.
  Die ältesten Schiffe wurden in Mooren gefunden, wo sie den Göttern geopfert worden waren. Das «Hjortspring»-Boot, das rund 300 v.Chr. in Dänemark gebaut worden war, ähnelt, bis zur Verwechslung, den Bootstypen, die auf einigen norwegischen Felszeichnungen zu sehen sind. Das Schiff, das eine Bemannung von bis zu 20 Leuten hatte, wurde gepaddelt, nicht gerudert. Die ersten Schiffsbauer haben die Bretter mit einer Darmschnur zusammengenäht.
  Das älteste norwegische Holzschiff ist das Halsnøy-Boot, ein geklinkertes Ruderboot aus der Zeit zwischen 400 und 700 n.Chr., das am Hardangerfjord gefunden wurde. Man weiß nicht genau, wann die ersten Segel benutzt wurden. Der römische Historiker Tacitus schreibt im 1. Jahrhundert, daß die Germanen den Gerbrauch von Segeln nicht kannten.
  Die Form des Rumpfes und eine besonders kräftige Ruderbefestigung bei einigen Schiffsfunden deuten allerdings darauf hin, daß die Norweger den Gebrauch der Segel spätestens im 8. Jahrhundert eingeführt haben. Dies ist sehr spät, wenn man es mit den Mittelmeeersländern vergelicht. Die Technik des Segelns war schon 3000 Jahre v.Chr. in Ägypten und in Mesopotamien bekannt. Die nordischen Schiffe waren sehr leicht und elastisch, was die Befestigung des Mastes erschwerte. Aber vor dem 9. Jahrhundert hat man hervorragende, klinkergebaute Segelschiffe hergestellt.

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