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Die Wikinger Boot Teil II


Drachenschiffe 
Ohne Navigationsinstrumente steuerten sie ihre Schiffe nach den Sternen und den Strömungen im Meer.

Mit einfachen Werkzeugen bauten die Wikinger hochseetüchtige Schiffe. Der Rumpf war aus Eichenplanken gezimmert. Die Planken wurden mit der Axt behauen und mit Eisennieten zusammengehalten. Die Segel bestanden aus Wolle, die mit Pferdefett wasserabweisend gemacht wurden. Die Leinen waren aus Rosshaar und Bast. Leicht und wendig waren die Schiffe durch Segel- und Ruderantrieb. Der hochgezogene Bug war oft verziert mit Drachenköpfen, um dem Feind Furcht einzuflössen und böse Geister abzuwehren. 

Die Erfindung des Bootskiels erlaubte es, die Schiffe breit, flach und leicht zu bauen. Mit diesen sehr schnellen und leichten Schiffen konnten die Wikinger auch im seichten Gewässer manövrieren und ihre Schiffe zum Überraschungsangriff direkt auf den Strand setzen oder sie über Land tragen. Das Langschiff der Wikinger, auch Drachenboot genannt, mit Mast, Rahsegel und Rudern, ließ sich in allen Gewässern manövrieren. Wurde die Strömung zu stark oder kam das Schiff aus dem Wind, legten die Wikinger den Mast um und ruderten. 

Das Gokstad Schiff wurde 1880 unter dem Seeschlamm bei Sandefjord in Norwegen gefunden. Länge: 23, 5 Meter, Breite: etwa 5 Meter, Tiefgang: etwa 90 Zentimeter. Es war ein elegantes Langschiff, bemannt mit 32 Ruderern.

Archäologen fanden 1904 im Grabhügel von Oseberg am Oslofjord in Südostnorwegen ein reich ausgestattetes Grab. Das Oseberg Schiff war eine königliche Barke, in der eine norwegische Königin unter Beigabe von geschnitzten Möbeln und Hausrat beigesetzt wurde.

Neben dem Langschiff gab es noch einen anderen Schiffstyp, die Knörr, ein Frachtschiff, das kürzer und breiter war. An Heck und Bug besaß die Knörr Decks, während in der Mitte der Frachtraum lag für Proviant und Vieh. Dies war vor allem für Aussiedler wichtig, die ihre Haustiere mitnahmen. 


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