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Die Wikinger


Olaf König von Norwegen

Olaf war als Sohn eines wikingischen Kleinkönigs. Die Wikinger machten damals mit Piratenzügen die Kösten Europas unsicher; eine seine Räuberfahrten führte Olaf bis vor Gibraltar. Dort hatte er eine Vision, in der ihm der Königsthron Norwegens verheißen wurde. In England lernte er dann das Christentum kennen, 1015 wurde er in Rouen in der Normandie getauft. Mit einigen Priestern und einem Bischof machte er sich auf, seine Vision in die Tat umzusetzen: durch Kooperation und Geschick vereinigte er die vielen kleinen Königtümer, vertrieb die Dänen und wurde zum ersten "Oberkönig" Norwegens. Er rief Missionare ins Land, ließ Kirchen bauen und Strafen einführen für alle Menschen, die die Taufe ablehnten. 1028 mußte er vor den Adligen seines Landes, die seine rüden Methoden bekämpften, nach Rußland fliehen.

1030 fiel er bei dem Versuch, sein Reich zurückzuerobern, in der Schlacht von Stiklestad. Die Legende erzählt: Vor der Schlacht bat Olaf um einen Trunk Wasser. Vom Bischof gesegnet, verwandelte es sich in Bier, das Olaf, da Fasttag sei, nicht trinken wollte; ein zweiter Trunk Wasser wurde zum Honigmet und wiederum von ihm abgewiesen; als aber das Wasser, das zum drittenmal herbeigeholt wurde, sich in Wein verwandelte, trank Olaf, nachdem der Bischof es ihm ausdrücklich befohlen hatte. Auf diese Legende zurückgehend entwickelte sich der kultische Brauch, "St. Olafs Minne" zu trinken.


 

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