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Die Wikinger |
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Erik der Rote siedelt in Grönland |
| Ein wikingischer Seefahrer namens Gumbjörn Krake
hatte um 900 Grönland entdeckt, als er in einem Sturm vom Kurs abgekommen
und auf eine entlegene Insel im Nordatlantik verschlagen worden war.
Der Anblick dieses Landes hatte aber in ihm keine Entdeckerfreude
geweckt: Denn mehr als Nebel, Treibeis und hohe, schneebedeckte Gipfel
hatte er auf seiner Sturmfahrt nicht gesichtet. Als "Gumbjörnschäre"
hatte dieses unbekannte Land in den Erzählungen alter Isländer
weitergelebt.
80 Jahre später wurde Erik Thorwald, genannt Erik der Rote, zu drei Jahren Friedlosigkeit verurteilt, er mußte Island für diese Zeit verlassen. Er hatte im Streit zwei Nachbarn erschlagen. Erik segelte zu dem Land, das Gumbjörn gesehen hatte, und lebte dort, bis seine Strafe verbüßt war. Dabei entdeckte er an der Westküste der Insel grüne Täler, die durch hohe Berge von der Welt des ewigen Eises getrennt waren. Er fand weiter fischreiche Flüsse und Bäche, die ausreichend Nahrung versprachen. Erik kehrte nach Island zurück. Um andere Isländer zu ermutigen, mit ihm in das neue Land zu fahren und es zu besiedeln, nannte er es Grönland, das heißt grünes Land. Viele Isländer folgten seinem Ruf. 986 ging er mit 25 Schiffen voller Auswanderer auf die rund 3500 km lange Reise, aber nur 14 Schiffe mit 700 Menschen kamen an. Die anderen waren Stürmen, Eisbergen und hochgehender See zum Opfer gefallen. Diese 700 merkten bald, daß Erik ihnen zu viel versprochen hatte: Es gelang ihnen nicht einmal, Getreide anzubauen - Grönlands Klima war zu hart. |