LK Chemie |
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| Lehrer: Herr Dr. Dietsch |
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| Schüler: T. Baum, An. Döhmen, Ar. Döhmen, M. Fr. v. Fürstenberg, F. Gaus, O. Ginzl, M. Heyers, P. Huy, S. Kemper, P. Kohlbecher, M. Möske, D. Obeloer, D. Pannhausen, M. Römer, C. Schmitz, B. Schnaß |
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LK = Leistung durch Kommunikation |
Am Anfang der 11/2 fanden sich 11 Schüler
und zwei Schülerinnen zusammen, um gemeinsam mit Herrn Dr.
Dietsch den Chemie - LK zu formen. Mit der Bürde, der erste Kurs
dieser Art nach mehreren Jahren zu sein, begannen wir uns dieser
Naturwissenschaft zu widmen.
Nach ersten Erfahrungen mit unserem neuen Metier, bekamen wir
zwar schon den Eindruck, den schwersten aller Kurse gewählt zu
haben, doch es sollte ja noch schlimmere Kurse geben. Am Anfang
der 12/1 erreichten wir schließlich unsere endgültige
Kursstärke, als wir durch zwei Amerikaurlauber und einen
flüchtigen Historiker verstärkt wurden. Nachdem wir die
trockene Theorie in der 11/2 hinter uns gelassen hatten, begann
in der 12/1 mit der organischen Chemie der praktischere Teil der
Arbeit. Darüber trat Dr. Dietsch öfters den Beweis an, dass man
bei Schulversuchen nicht nur Fachwissen, sondern auch eine
gehörige Portion Glück benötigt: "Rechnen ist
Glückssache!" Und wenn uns auch das Glück verließ, konnte
man noch immer die, sowieso schon zweifelhaften,
Korrekturfaktoren so manipulieren, dass wir Glück hatten. Da wir
wohl in einem der wenigen Kurse saßen, in denen der Lehrer es
fertig brachte, uns ohne den Unterrichtsstoff zu vernachlässigen
mit kleinen Geschichten aus seiner Studienzeit zu beglücken,
konnten wir uns an einer mehr als angenehmen
Unterrichtsatmosphäre erfreuen. Es ist kaum zu glauben, dass man
zu jedem Thema die passende Geschichte hat und sich in zwei
Jahren LK kaum eine wiederholt hat. Bei der Durchführung unserer
zahlreichen Schülerexperimente lernten wir neben der grauen
Theorie auch die Praxis kennen, die Dr. Dietsch durch einige
alltagstaugliche Beispiele ergänzte. Daraus ergaben sich die
Dietschen Regeln für den Umgang mit Chemikalien und
Experimentiergerät:
1.Vergewissere dich ob die Absperrventile geschlossen sind, wenn
du mit Säuren hantierst.
2.Verschließe Glasröhren nur mit ausreichend abgesicherten
Händen, um Löcher in selbigen zu vermeiden.
3.Reinige nie Elektroden mit Scheuermittel vor einer Abiklausur.
4.Für Hausfrauen: Schütte niemals sauren Kloreiniger auf
basischen Rohrreiniger. Erstickungsgefahr !!!
Bei den Bemühungen, den Unterricht aufzulockern, unterstützten
wir ihn tatkräftig, so zum Beispiel durch ausgedehnte
Frühstücke vor den Ferien, oder die meist auf zehn Minuten
verlängerten Fünfminutenpausen. Auch Fragen zu seinem absoluten
Lieblingsthema, der Astronomie, schafften immer wieder eine
entspannte Atmosphäre.
"BIEEEP BIEEEP ALARM EINSATZ ALARM EINSATZ BIEEP BIEEP
...."
Wie wir diese Geräusche liebten, sie bescherten uns des öfteren
das köstliche Vergnügen, unsere drei Feuerwehrmänner nach der
rhetorischen Frage: "Herr Dietsch, dürfen wir?" im
Sauseschritt Richtung Feuerwache davon stürmen zu sehen. Dabei
stellte sich uns doch hin und wieder die Frage, warum die
Einsätze immer nur in Chemie erfolgten.
Da Herr Dietsch auch selber im Brandschutz tätig ist, gab es ihm
immer direkt einen Anlass, sich über die letzten, wie immer
total verkorksten, Feueralarm-Übungen unserer Schule zu
ereifern. Bei der Planung unserer diversen Feten und
Abiturvorhaben, stand er uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Er
gab uns dabei nicht nur Tipps zum Brandschutz, sondern teilte uns
auch seine Erfahrungen der letzten von ihm mitorganisierten
Pfarrfeste oder Kirchenchortreffen mit.
A propos Feste, es galt bei uns der Grundsatz, man solle sie
feiern wie sie fallen, und so sorgte Herr Dietsch, als Freund des
geselligen Beisammenseins für ausreichend Anlass zu feiern, sei
es ein Überraschungs - Sektfrühstück unsererseits, zu seinem
50. Geburtstag, ein Toskana - Nachtreffen oder unsere beiden
Kurstreffen. Wobei das zweite Treffen bei Herrn Dietsch zu Hause
wohl ein absolutes Highlight war! Hiermit noch einmal ein
herzliches Dankeschön an Familie Dietsch, die uns dort mit
kulinarischen Köstlichkeiten aus Krefeld und Umgebung
verwöhnte. Natürlich durfte zu so einem Anlass auch die
entsprechende Kehlenkühlung nicht fehlen.
Neben allen Feiern gab es bei uns auch so etwas wie Klausuren.
Dabei zeigte sich dann allerdings, dass man trotz allen Lernens
während der Klausur zunächst wie der Ochs vorm Berg stand. Doch
zum Glück bewahrheiteten sich schlechte Gefühle nach einer
Klausur fast nie. Selbst nach 2½ Jahren LK hat es noch niemand
geschafft, Herrn Dietschs extrem faires Bewertungssystem zu
verstehen.
Am Ende möchten wir uns bei Herrn OStR Dr. Wolfgang Dietsch für
eine sehr schöne und angenehme Kursatmosphäre bedanken. Wir
glauben, dass wir während unserer Zeit in seinem LK wirklich
etwas gelernt haben, worauf wir in Zukunft zurückgreifen
können.
Dafür möchten wir uns im Namen des Kurses recht herzlich
bedanken.
Oliver Ginzl, Markus Möske,
Michael Römer und Christian Schmitz