GK Deutsch

 
     
  Lehrer:
Herr Lukas
 
     
 

Habe nun ach, Juristerei ...

 

Nach der Ära Kohl geht nun auch die Deutschkurs-Epoche mit unserem spanischen Möchtegern-Spion Harald "007" Lukas-Simony zu Ende. Nee, was haben wir da gelacht, mehr wohl als gelernt, denn mit Unterricht hatte das alles herzlich wenig zu tun, sah doch die allmorgendliche Schreckensversion von "Hau den Lukas"- Harald immer gleich aus: Nachdem auch die letzten Nachzügler bzw. Untertanen so mit zehn Minuten Verspätung eingetrudelt sind, geht nun erst einmal wildes Gezeter und Mordio los, von dem keiner auch nur die Hälfte versteht. Die ersten fangen sich bereits jetzt schon an zu ärgern, dass sie nicht liegen geblieben sind, sondern wegen "der letzten Stunde vor der Klausur" oder einfach nur aus Optimismus heute einmal richtig was zu lernen, aufgestanden sind und sich in die alte Schule geschleppt haben. Erste Anzeichen hierfür sind Uli´s Frühstück, Christins Zuneigung zu Fred oder Andreas von Nazareth (Name wurde aus Datenschutzgründen von der Redaktion geändert), oder die Kampfausrufe von Seppl und Daniel beim Schiffe Versenken (Anmerkung der Redaktion: Seppl pfuscht!). Aber, es geschehen noch Zeichen und Wunder, nach ungefähr 20 Minuten geht Plaumenkuchenfanatiker Harry herum, um sich die imaginären Hausaufgaben anzusehen und verteilt imaginäre Hausaufgabenstriche, die sowieso bald in der ewigen Vergessenheit verloren gehen. Nun folgen spannende Unterhaltungen und imposante Diskussionen über Emilia, uns Taugenichtse und Faust, wobei einzelne Unklarheiten noch immer nicht beseitigt wurden (A.K.: "Ist Mephisto eigentlich der Teufel, oder was?"). Ab und zu wurden uns auch "revolutionäre" Medienarten wie das Fernsehen nähergebracht, um den "Schweinkram" der Blechtrommel besser zu verstehen. Doch trotz allem sind wir alle der festen Überzeugung, dass wir den besten Deutschkurs erwischt haben, und Herr Lukas Feststellung: "Mir fehlen 20 Zentimeter!" zeigt, dass er einsichtig ist, und das ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Frei nach dem Motto:"Im Übrigen ist uns alles verhasst was uns bloß belehrt ..." fand unser freiliebender Motorradrocker immer Mittel und Wege, uns die Feinheiten echter deutscher Literatur nahezubringen, auch wenn er uns bis heute das versprochene Frühstück schuldig bleibt. Entschädigt hat er uns allerdings mit stets sehr heiteren Kurstreffen bei Christin und selbstgemachten Crêpes! Dafür werden wir ihm in ewiger Dankbarkeit wahrscheinlich ein Denkmal errichten oder eine Strasse nach ihm benennen.

Daniel Riechert