GK Musik

 
     
  Lehrer:
Frau Saus
 
     
 

Die fantastische Welt der Musik

 

Der Musik-"Ethik"-Hochleistungsgrundkurs gibt unter der Leitung von Regine Saus Einblicke in die verrückte Welt der Musik in der Oberstufe
Starring:
Wolfgang T. (Sänger/Schauspieler)
Ulrich B. (Pianist)
Philipp K. (singender Pianist)
Sebastian K. (Trompeter/Klausurschreiber)
Thomas B. (Posaunist/Hornist)
Michael R. (Trompeter)
Referendar: Andreas Hellner (Multitalent)
Lehrer: Regine Saus (musikalisches Wunderkind und die Königin der Chöre)

Wer glaubte, Musikunterricht sei nur die eintönige Analyse von Noten, die irgendein geistig umnachteter Komponist vor einer Ewigkeit mal aneinandergereiht hat, der liegt völlig daneben. Natürlich gehört Musiktheorie auch zu den leidigen Themen, die in der Schule pflichtgemäß behandelt werden müssen, dank einiger politischer Wirrköpfe, die im Ministerium für Bildung und Kultur sitzen. Aber die meiste Zeit über liefen Diskussionen über alle möglichen Themen ab, wie zum Beispiel: Aids, Esoterik, Homosexualität, Solidarität mit Minderheiten-Heuchelei oder Weltverbesserungstum, das Geschehen in Haus Eich - Sauftour oder geistige Erleuchtung... oder geistige Erleuchtung durch saufen - und Kastraten. Sicher fragen sich jetzt diejenigen Leser, welche Musik abgewählt haben, was Kastraten sind. Nun kurz erläutert: Kastraten sind männliche Sänger, die eine sehr hohe Stimme haben, da sie in ganz jungen Jahren kastriert worden sind. Glücklicherweise wird diese unangenehme Prozedur seit langer Zeit nicht mehr durchgeführt. Anstoßpunkt für unseren Musikkurs, der ja bekanntlich nur aus Männern besteht, äh ... Frau Saus ist natürlich kein Mann, war nun die unmännliche Behandlung der Genitalien, das sprichwörtliche Abschneiden der "Klöten". Darüber entstand eine doch sehr heftige Diskussion, in der eigentlich alle den gleichen Standpunkt vertraten, aber doch irgendwie unterschiedlicher Meinung waren. Da sagte der eine genau das gleiche was ein anderer vorher gesagt hatte, was dann aber seltsamerweise gar nicht das gleiche war! (Sehr verwirrend, nicht?) An jenem Tag lernten wir also, wie man Diskussionen führt, wenn jeder dieselbe Meinung hat!
Aber wie genau kam es zu einer solchen Entwicklung in unserem Kurs? Nun, als einer der Gründe wäre zunächst einmal der ewige Streit zwischen den Sängern und den Blechbläsern unseres Kurses zu nennen, bedingt durch Vorurteile wie: "Blechbläser können an keiner Kneipe vorbeigehen und können nicht leise spielen", oder: "Sänger können nur singen und arrogant sein, ansonsten können sie nichts". Die Pianisten hielten sich meistens sehr neutral, in der Hoffnung, bloß nicht auch noch mitstreiten zu müssen.
Als zweiter Punkt wäre dann noch Frau Saus zu nennen, die uns Schüler mit dem Kursthema "atonale Musik" in den Wahnsinn getrieben hat. Was uns dann wiederum dazu verleitete, unseren Referendar Andreas Hellner in den Wahnsinn zu treiben.
"Hausaufgabe" ist ein Fremdwort für uns gewesen, was nicht bedeuten soll, dass wir keine Hausaufgaben bekommen hätten. Frau Saus: "Wer hat die Hausaufgaben gemacht? Ach, wieder nur Wolfgang. Na dann lies mal vor."
Seltsam war allerdings auch, dass unser Kurs, welcher sehr reich an Schülern war (6 + Lehrer), immer im großen Musikraum unterrichtet wurde, während sich Musikkurse mit lächerlichen 32 Schülern aus der Unter- und Mittelstufe in den kleinen Musikraum zwängten. Dazu sei an alle Schüler der Unter- und Mittelstufe nur das eine gesagt: "Da habt ihr Pech gehabt! Das ist das Vorrecht der Oberstufe!" Denn die Schüler mit dem größten Ego bekommen auch die größten Räume!
Bei den vielen sinnlosen und sinnvollen Diskussion, dem vielen Musik hören, den vielen Kurstreffen, dem vielen Kuchen essen und Kaffee trinken (ja, wir hatten wirklich viel zu tun!), will ich aber dennoch nicht sagen, dass wir nichts aus dem Fach Musik gelernt hätten. Wir erreichten nicht nur fachliche Kompetenz, sondern sind auch zu dem Schluss gekommen, dass es sich immer lohnt, Musik zu wählen.

Ob Ahnung oder nicht, ich schreibe hier den Kursbericht. Vielen Dank für 3 Jahre Musikunterricht, wir hatten sehr viel Spaß.

Thomas Baum