GK Physik

 
     
  Lehrer:
Herr Gerber
 
     
 

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei ...

 

Was macht man, wenn man Phenolphthalein für ein neuartiges alkoholisches Getränk hält und schmerzhaft einsehen musste, dass Tryptophan keine Dinosaurierart bezeichnet? Richtig, man wählt Physik.
So dachten auch 30 Leichtsinnige, darunter zwei weibliche, nach der 11/1 ,ohne zu beachten, dass sie bis zum Ende durchhalten mussten, da keine Möglichkeit der Abwahl bestand. Geleitet wurde der Kurs von dem, wie wir glauben, rechtmäßigen Erben des berühmten Joe Physics, Klausi Gerber,von einigen Kursteilnehmern auch "Samtäuglein" getauft. Dieser fühlte sich dazu berufen uns bis zum bitteren Ende in die Geheimnisse der Physik einzuweihen. Dabei ließ er nichts unversucht , um unsere volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sei es durch einen stechend grünen Pullover und knallrote Schuhe, oder mit einem mühsam aufgebauten Experiment, dass nicht immer (eigentlich nie) den gewünschten Erfolg brachte. So darf man sich nicht wundern, dass Klausi mit seiner , bis in die verwuschelten Haarspitzen reichenden Motivation, alleine blieb. Bei seinen ellenlangen Herleitungen, die er alle sorgfältig auf der Tafel niederschrieb, konnten nur wenige Auserwählte nachvollziehen (so ca.5 aus 30), so dass der Rest in großes Staunen geriet und gänzlich, wenn er sich nicht schon da befand, ins geistige Nirwana floh, während Klein-Klausi beinahe in Ekstase geriet und immer neue Konstanten und Formeln aus dem Ärmel schüttelte.
Er scheute auch keine Kosten und Mühen, um spät nachts im Internet (zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr) nach geeigneten Aufgaben, die sowieso niemand löste, für seinen Grundleistungskurs zu suchen.
Da man jederzeit mit Überraschungsangriffen des Kursleiters rechnen musste ("Bernd, wo ist denn hier µ?"-" Öh, hm ..."), sahen viele keine andere Möglichkeit, als dem Unterricht regelmäßig fernzubleiben (`ne, Frank B.). So schafften wir es in zwei Jahren nicht ein einziges Mal in kompletter Besetzung zu erscheinen, zur großen Trauer Klausis, welche er stets mit " Hey, was ist denn los?" auszudrücken pflegte. Erwähnenswert wäre noch Philpp, der andauernd versuchte noch bessere Lösungen für Klausis Probleme zu finden, und Dominik, der sich mit seinem selbst gebauten Roboter in die Herzen aller Physiklehrer geschlichen hatte.
Insgesamt verdanken wir Klausi, dass wir durch seine konsequente Unterrichtsführung der Physik ein Stückchen näher gekommen sind, und doch eine Menge Spaß hatte, wenn auch "nur" mit brisanten Hochspannungsexperimenten.

Woijtek Bodziony und Susanne Schaaps