GK Spanisch

 
     
  Lehrer:
Frau Rocholl
 
     
 

Y colorín colorado este cuento se ha acabado

 

Montag Morgen, 7.45 Uhr. Pünktlich mit dem Gong betritt Frau Rochholl den Raum, die Schüler schrumpfen in ihren Bänken unter ihrem gutgelaunten Grinsen zusammen. Das Unheil hat einen Namen: Detràs de la pizarra por favor!
Aufatmen und mitleidige Blicke begleiten die beiden Auserwählten auf ihrem Weg zur Tafel, wo sie ihr Vokabelwissen unter Beweis stellen müssen. Selten ist hierbei die Endnote besser als die Anzahl der Schüler, die sich im Laufe der Jahre um mehr als die Hälfte auf den harten Kern von sieben reduzierte.
Dieser setzte sich zusammen aus Barbara, der Strebsamen; Claudia, der Still-Leidenden; Christian und Sebastian, den Kämpfern für das männliche Geschlecht; Hendrik, dem Rebell; Katharina, der Diplomatin und Christina, der Schnellrednerin.
Diese buntgemischte Truppe litt vor allem unter dem Pünktlichkeitswahn und der manchmal etwas unpassenden Pädagogik des Lehrkörpers. So wurden die Vertreter des männlichen Geschlechts durch wortloses Verschließen der Türe vom Unterricht ausgeschlossen, da sie erst nach verklungenem letztem Gongschlag (7.45 Uhr und 2 Sek.) ihre verspätete (!) Ankunft durch mehrmaliges, von wildem Fluchen begleitetes Herunterdrücken der Klinke kundtaten.
Weitere Konfrontationen ergaben sich daraus, dass sich manche Teilnehmer stetig über das medizinisch-biologisch nicht vertretbare Rochhollsche Trink- und Essverbot hinwegsetzten. Leider zeigte sich Frau Rochholl auch wissenschaftlich fundierten Untersuchungen hinsichtlich der leistungsfördernden Wirkung häufiger Zunahme flüssiger Nahrung nicht aufgeschlossen und verblieb bei ihrer altbewährten Pädagogik.
Ihre Grundsätze, die auch völlig außer Acht ließen, dass wir diesen Kurs freiwillig besuchten, führten oft zur Demotivation der Schüler, die sich wie Zehnjährige behandelt fühlten, wenn ihre Hausarbeiten kontrolliert oder Vokabeltests geschrieben wurden.
Auch die vierteljährlichen Somi-Noten sorgten immer wieder für Aufruhr und Unverständnis, da sie stets weit unter unseren (gerechtfertigten?!) Erwartungen zurückblieben.
Diese Differenzen hinderten uns jedoch nicht daran, viel zu lernen und auch unserer Lehrerin einiges beizubringen. So konnten wir folgende Erziehungserfolge verbuchen:
1. Türen blieben ab der 13/1 offen
2. Frau Rochholl kam eines Tages selbst zu spät
3. Unterricht fand auch im Freien statt
4. Es gab häufiger Kuchen
5. Die Abstände zwischen zwei Vokabeltests wurden immer größer.
Dank dieser Errungenschaften gestaltete sich der Unterricht im Weiteren für beide Seiten angenehmer und wurde gekrönt durch den Austausch mit Vilagarcía de Arousa in Galizien, den alle Beteiligten genossen und in sehr guter Erinnerung behalten werden.

Alles in allem - trotz aller Diskrepanzen und Querelen - hat uns die Zeit im Spanisch Grundkurs sehr viel Wissen und auch eine Menge Spaß bei diversen Rollenspielen und Diskussionen eingebracht. Und um es auf Spanisch auszudrücken: La cuffia si abre automaticamente all'entrata della stazione!

Sebastian Lieser und Christina Heupts