LK Geschichte |
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| Lehrer: Herr Schroers und Herr Höckendorf |
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| Schüler: A. Barsch, F. bumbullies, P. Dammer, J. Danners, C. Heupts, R. Hinzer, M. Kluth, D. Knabe, D. Kraft, K. Messingfeld, M. Münzberg, J. Richter, J. Ropertz, S. Saab, C. Waltzebuk |
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in die Vergangenheit |
Der
erste Teil unserer kleinen Reise durch die Zeit spielte sich im
ersten Semester des 11. Volljahres schulischer Zeitrechnung,
oder, wie wir heute sagen würden, 2½ Rechnungsjahre a.A.n.
(ante Abi natum), also in dem Abschnitt, den wir heute als Antike
bezeichnen, ab.
Zu dieser Zeit trug es sich zu, dass einige Sklaven des
Gymnasium-Korschenbroich- Imperiums den Aufstand gegen die
Regierenden probten, um ihr Recht auf einen
Geschichts-Leistungskurs einzuklagen. Sie bildeten ein Heer, das
in den ersten boskonischen Sklavenkrieg zog. Anstatt jene
minderwertige Revolte blutig niederzuschlagen, entschied der
Imperator des gykonischen Reiches (Julius Meinulficus Barbers
Cäsar) durch das Eingeständnis eines LKs Geschichte den Frieden
zu erlangen, wofür ihm auch heute noch unser gebührender Dank
zukommt.
So begannen die Vasallen unter dem Diktat ihres damaligen
Feudalherren Johannes dem Regsamen, Herzog von und zu Schroers,
auf dessen riesigen Wissenslatifundien zu arbeiten. Schnell
stellte sich heraus, dass ihr Herr seine Vasallen zwar an seinem
unendlichen Wissenskapital teilhaben lassen wollte, es ihm jedoch
rein pädagogisch nicht so recht gelang, seine Arbeitskräfte
für seine Sache zu begeistern. Der Zwang der Leibeigenschaft
aber führte dazu, dass sich eine Art zweckgebundenes
Arbeitsverhältnis einstellte, mit dem beide Seiten leben
konnten. Auch wenn die Leibeigenen nicht aus Liebe zu ihrem
Herrn, sondern aus der Motivation der Freiheit (die ja nun zum
jetzigen Zeitpunkt, an dem diese Dokumentation gelesen wird,
erreicht worden ist) hart auf den Feldern des Herzogs schufteten.
Seine Form der Herrschaft zeichnete sich weder durch gnadenlose
Sanktionierung noch durch fehlende Entlohnung seiner ja
eigentlich rechtlosen Leibeigenen, sondern durch die fehlenden
Partizipationsmöglichkeiten derer aus. So konnten die Vasallen
sich also nicht über ihre ökonomische Basis (Noten) beschweren,
trotzdem schien diese sich nicht positiv auf den ideologischen
Überbau (Unterrichtsmotivation) auszuwirken. Es wäre jedoch zu
leicht, dies alleine auf den Patriarchen abzuwälzen. Die
Leibeigenen, die schließlich Zeit ihres Lebens im schulischen
System nie so recht demokratische Verhältnisse kennengelernt
hatten, waren wahrscheinlich in der damaligen Situation durch
ihren blinden Partizipationsdrang und die damit verbundene naive,
gutgläubige Vorstellung von ihrer Beteiligung am aktuellen
politischen Geschehen des LKs, in ihrer Vorstellung stark
eingeschränkt. Hieraus ergab sich eine oft zu schlechte
Bewertung der damaligen Situation.
Letztendlich jedoch ist die Klärung dieser Frage überflüssig,
da der Großgrundbesitzer des Produktionsfaktors
"Wissen" sich in den Ruhestand begab, um seine Vasallen
an ein neues Zeitalter zu übergeben.
So vollzog sich am Anfang des ersten Semesters im dritten Jahr
der zweiten Dekade eine Revolution von oben. Zwar änderten sich
auch die äußeren Rahmenbedingungen, letztendlich war das
Ausschlaggebende für den Wandel im GLK aber doch der Wechsel der
Obrigkeit. Der neue Herr brachte auch eine neue Situation mit. Er
schien den Eindruck zu vermitteln, partizipatorische
Eingeständnisse zu machen. Letztendlich schaffte jedoch die
materielle Abhängigkeit (notentechnisch) eine vergleichbare
Situation zu den Zeiten der Feudalgesellschaft. Nun waren wir
keine Vasallen mehr, sondern Proletarier, die aber immer noch den
gleichen Produktionsfaktor einzubringen hatten: ARBEIT! (Wenn
auch im übertragenen Sinne.) Zu der gerechten Entlohnung möchte
ich hier kein Wort verlieren (s. Mt 20,1-16). Letztendlich kann
man aber auch hier durchaus feststellen, dass der damalige
Arbeitgeber, die Schwerindustrie Höckendorf, zu den gemäßigten
Vertretern des Systems gehörte. Zumal ihm schon einmal keine
persönliche Bereicherung vorgeworfen werden kann, da er ohne
finanzielle Entlohnung seine Künste zur Verfügung stellte. So
führte uns der Fabrikant durch eine weitere Epoche unserer LK -
Zeit.
Die Geschichte des Geschichts- Leistungskurses ist eine
Geschichte von Klassenkämpfen!
Analyse:
Der obige Text beschreibt eine immer wiederkehrende Situation,
die sich als logische Konsequenz seiner These "Die
Geschichte des GLK´s ist eine Geschichte von
Klassenkämpfen" ergibt. Diese Theorie beschreibt die, trotz
ständig wechselnder Bedingungen, konstante Kontinuität der
Historie im Bezug auf den beschriebenen Kurs.
Aus der Betrachtung des Kurses nach heutigem Wissensstand lässt
sich festhalten, dass die 14 Schüler einige grundlegende Dinge
für die nun kommende Zeitrechnung p.A.n. (post Abi natum)
gelernt haben. Zum Beispiel die Abneignung eines
Geschichtsverständnisses, das es erlaubt, historische Ereignisse
auch aus der damaligen Situation heraus zu beurteilen und keine
Rückschlüsse nach heutigen (moralischen, politischen,
wirtschaftlichen oder allgemein gesellschaftlichen) Vorstellungen
zu ziehen. Selbstverständlich erlangten die Schüler auch einen
ausführlichen Überblick über fast 3000 Jahre Zeitgeschichte.
Außer diesem angeeigneten Wissen wird der Kurs den Teilnehmern
aber auch in anderer Weise in Erinnerung bleiben. Um zu
verdeutlichen, was damit denn gemeint sein könnte, hier ein paar
Dinge, die uns im wesentlichen im Schroers'schen Unterricht
beschäftigten:
1.Die musikalische Verdeutlichung des Einparteiensystems der
ehemaligen DDR durch eine kleine Gesangseinlage: Die Partei, die
Partei, die hat immer Recht ...
2.Die ständige Frage, ob er nun zur Salzsäule erstarrt ist oder
nur darüber sinniert, wie er den nächsten Satz am besten
formulieren könnte?
3.Das ewige Rätsel, warum er eine Frage stellt, die er jetzt gar
nicht beantwortet haben will?
4.Die ständige Verwirrung darüber, was denn jetzt eigentlich
als Haupthese des Theoretikers aus dem Klausurtext hätte
herausgestellt werden müssen?
5.Der dauerhafte Wettbewerb um einen neuen Rekord im
Dauermonologe halten.
Später dann, ab der 13.1 beschäftigten uns im Höckendorf'schen
Unterricht folgende Fragen:
1.Wie zum Teufel will der Mann für die Grünen mehr als 50% bei
einer Kommunalwahl holen?
2.Warum wird er gleich noch mal in seinem Wahlkreis der
"Lutscher" genannt?
3.Gibt es auch nur ein einziges Gremium, in dem Herr Höckendorf
nicht vertreten ist?
4.Kann ihm der Unterricht denn wirklich so viel Spass machen,
dass er unseren LK freiwillig übernommen hat ohne eine
finanzielle Entlohnung (Schmerzensgeld) einzuklagen?
5.Kann das Vitamin B in einer Überdosierung auch zu einem
negativ Effekt führen?
Im Rückblick auf die durchstandenden Jahre bedanke ich mich im
Namen des Leistungskurses Geschichte offiziell für die
gemeinsame Zeit mit beiden Lehrern und wünsche ihnen alles Gute
für ihre außerschulische Laufbahn, sowohl für die erfolgreiche
Maulwurfbekämpfung, als auch für die politische Karriere (in
welcher Partei auch immer)!
Gegendarstellung: Hiermit distanziert sich der Geschichts LK auf
das schärfste von der Theorie, es könne kein Zufall sein, dass
während des 2½ jährigen Werdegangs, gleich zwei Lehrpersonen
den wohlverdienten Ruhestand antraten!
Mathias
Kluth