Freundeskreis
Nepalhilfe e.V.Können wir uns als kleiner Verein überhaupt
mit der Idee befassen, ein Kinderdorf für ca. 100 Kinder und sogar
eine Schule zu bauen ?
Wir sagen: Ja, aber es ist unbedingt wichtig, eine langfristige
und gleichmäßige Unterstützung durch Spender und Organisationen
hier in Deutschland zu finden.
Wie ist das Projekt geplant ?
Im September 97 haben wir bereits das Grundstück mit Straßenanschluß und naher Quelle gekauft. Mit einer Größe von 15.000 qm liegt es am Rande von Pokhara, in den Gebirgsausläufern des Himalaja.
Zunächst ist es die wichtigste Aufgabe, die etwa 1000 m entfernte Quelle zu fassen, und das kostbare Wasser über Sammelbecken zum Grundstück zu leiten. Drucktechnisch können wir das Nordsüdgefälle, in das sich das Grundstück einfügt, nutzen. Das lebenspendende Naß soll im Kinderdorf nicht zum Spülen von Toiletten benutzt werden. Wasser ist einfach zu wertvoll. In diesem Punkt sehen wir eine Möglichkeit, Trockentoiletten mit Kompostierung an jedes der Kinderhäuser anzuschließen. Hierbei nutzen wir ein Zweikammersystem. Nach jedem Toilettengang wird anstatt mit Wasser zu spülen, frischer Humus in die Auffangkammer geworfen. Da die humusdurchsetzten Fäkalien ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind und in Bodenkontakt stehen, setzt eine schnelle trockene Verrottung ein. Ist eine Kammer gefüllt, steht die Nebenkammer zum Eintrag zur Verfügung. Nach einigen Wochen wird die erste Kammer geleert und die Rotte zur weiteren Humusbildung nachkompostiert. Der hierbei entstehende Düngehumus kann vielseitig genutzt werden.
Wasserversorgung für Trinkwasser und Duschraum wird jedes Haus über ein Leitungssystem erhalten. Jedoch werden zum Wäschewaschen Waschplätze im Freien innerhalb des Kinderdorfes entstehen. Wäschewaschen ist eben wie Zeitunglesen in Deutschland. Man trifft sich und hat viel Zeit Neuigkeiten auszutauschen. Da in allen Bereichen zum Waschen nur ungefärbte Kernseife gebraucht wird, sind auch die Abwässer völlig umweltneutral.
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Energieversorgung des Dorfes. Auch hier werden wir in erster Linie neben der Nutzung des öffentlichen Stromnetzes auf Wind- und Sonnenenergie Rücksicht nehmen.
Auch gekocht wird mit Sonnenenergie. Auf Solarspiegeln eingefangene Sonnenstrahlen werden direkt auf die Kochstelle fokusiert. Die dabei entstehenden hohen Temperaturen im Brennpunkt reichen aus, um Essen im Topf zu garen. Nepal ist ein Sonnenland, aber es gibt auch Regentage, die leider zum Kochen mit Gas verpflichten. Der Solarspiegel wird hinter jedem Haus, eingerahmt mit einem Holzzaun, so angebracht, daß das Kochen im Haus möglich ist. Die Küche ist eben traditionell der Mittelpunkt des Hauses.
In der Gesamtplanung des Dorfes stehen Traditionen immer im Vordergrund.
Die Gesamtansicht des Kinderdorfes soll einen dörflichen Charakter vermitteln, was auch die Verwendung von traditionellen Materialien, das Anlegen von Gärten um die Häuser und das Halten von einigen Nutztieren beinhaltet. In den etwa 10 Häusern wird eine offene Atmosphäre durch freie Raumgestaltung angestrebt. Nur Schlaf- und Waschräume sind durch Wände getrennt.
Ein amphitheaterähnlicher Platz mit Bühne dient der Freizeitgestaltung. Musik, Tanz und Theaterspielen sind wichtig zur Entfaltung einer Persönlichkeit. Nepalesen lieben solche Plätze. Eine ambulante Krankenstation, Lebensmittelladen und Reparaturwerkstatt sind für die Versorgung des Dorfes verantwortlich. Lebensmittel sollen aus den Bergen gekauft und nicht nur an unsere Dorfbewohner verkauft werden, sondern auch an Außenstehende. Außerdem können Einnahmen durch Verkauf und bei öffentlichen Theaterveranstaltungen der Einrichtung zu Gute kommen.
Schul- und Berufsausbildung werden nicht im Kinderdorf angeboten. Es ist wichtig, daß die Kinder viele Kontakte nach draußen haben. Die Schule bauen wir aus diesem Grund auf staatlichem Gelände etwa 400 m vom Kinderdorf entfernt. Diese Schule dient der Allgemeinheit und den Kindern des Kinderdorfes.
Das ganze Projekt soll mit Nepalesen für Nepalesen aufgebaut werden,
um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Jedoch wird die Unterstützung
im finanziellen Bereich, bei den Ausbildungsmaßnahmen der
Kinder und des Personals, der Instandhaltung und Verbesserung des Dorfes,
sowie dem Ausbau fortlaufend durch den FNH gesichert.
Dieses Projekt ist eine große Aufgabe für die Zukunft. Bitte
helfen SIE mit, armen Kindern eine Chance auf ein hoffnungsvolleres Leben
zu geben.
Freundeskreis Nepalhilfe e.V.
An dieser Stelle möchte ich allen Spendern, die uns in der letzten Zeit unterstützt haben, von Herzen DANKE sagen. Wenn Sie spenden oder unseren Verein auf andere vielfältige Art und Weise unterstützen wollen, dann nutzen Sie bitte die unten angegebenen Kontonummern oder Adressen.
Nun noch eine weitere Bitte:
Da Spenden an unseren Freundeskreis Nepalhilfe e.
V. steuerlich absetzbar sind, bitten wir Sie, in Ihrem eigenen Interesse,
auf dem Überweisungsbeleg vollständige Anschrift und das Stichwort
Nepalhilfe einzutragen.
Weiterhin können Sie wunderschöne und in Nepal hergestellte Handarbeiten (vieles davon hergestellt in unserer nepalesischen Einrichtung ) erwerben oder im Rahmen der aktiven Unterstützung für den Verein selber verkaufen. Der Verkaufserlös kommt unserem nepalesischen Verein " Forum for the Welfare of Himalayan Children ", kurz FWHC, zugute.
Anschriften:
| Alexander Schmidt | Markus Schmidt |
|---|---|
| Flurstraße 6 | Beethovenstraße 32 |
| 35080 Bottenhorn | 64347 Griesheim |
| Tel.: 06464 - 911 780
Fax: 06464 - 911 781 |
Tel & Fax: 06155-78792 |
| Sparkasse Marburg - Biedenkopf | Volksbank Gladenbach |
|---|---|
| Konto - Nr.: 116 900 033 | Konto - Nr.: 695 697 06 |
| BLZ : 533 500 00 | BLZ : 517 624 34 |
Vorstand:
Alexander Schmidt, Helmut Richter, Inge Zimmermann, Markus Schmidt