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Patenschaft




Informationen zur Patenschaft

In unserer Welt gibt es unendlich viel Not und Elend. Ist es da nicht all zu verständlich, daß besonders wir, die wir doch in wohlhabenden Industrieländern leben, durch Übernahme von Kinderpatenschaften, helfen wollen! Eine Patenschaft ist eine wunderbare Sache. Sinnvoll eingesetzt, kann man eine hoffnungsvollere Zukunft für notleidende Kinder garantieren.

Die Entscheidung, in welchem der vielen Entwicklungsländer man helfen will, fällt oft gar nicht so leicht. Außerdem weiß man meist noch nicht, welcher Hilfsorganisation man sein volles Vertrauen schenken kann. Man hat oft den Eindruck, daß Spendengelder veruntreut werden und dem Kind als Empfänger nicht vollständig zugute kommen. Dabei möchte man doch als Pate unbedingt sicher gehen, daß es seinem Patenkind gut geht. Am liebsten hätte man fast täglich brieflichen Kontakt und noch jede Menge an Informationen durch die Hilfsorganisation.

Sicherlich ist es wunderschön, daß man das Gefühl hat mit Informationen bezüglich des Patenkindes überschütte zu werden, am besten auch noch durch Hochglanzbroschüren, doch ist das sinnvoll und stimmt das alles ?  Verbraucht man hier durch nicht zu viel Geld für die Beschaffung und Verteilung von Informationen ? Müssen bei großen Organisationen nicht auch noch Übersetzer und jede Menge an Verwaltung aufgebaut werden, um die Informations- und Organisationsflut zu bewältigen ? Leicht entsteht dabei der Eindruck, als ginge die Organisation in der Organisation unter und als würde dringend benötigtes Spendengeld dem Informations- und Organisationsfluß geopfert. Ist es da nicht eindeutig, daß teilweise bis zu 75% der Spenden, für nach unserer Meinung, nicht notwendige Zwecke verloren gehen.

Bei uns werden Sie als Vereinsfreund persönlich informiert und nicht als Mitgliedsnummer mit Massensendungen abgespeist. Aber dazu gehört auch ein wenig Eigeninitiative und Interesse für die Sache. Genau hier sieht unser Freundeskreis Handlungsbedarf. Auch für uns sind Patenschaften wichtig, und organisatorisch nicht sehr kostspielig. Wir arbeiten mit Freu(n)den, denen die Sache wichtig ist. Um die Zukunft der Kinder so optimal wie möglich sichern zu können.

Patenschaftsgelder werden zu 100% für die Kinder verwendet, dafür verbürgen wir uns. Hieraus resultiert natürlich eine etwas andere Vorgehensweise. Eine Patenschaft bedeutet, daß Sie sich regelmäßig und über einen längeren Zeitraum mit einem Spendenbetrag an den Gesamtkosten der in Nepal gelegenen Häuser und den darin lebenden Kindern beteiligen. Sie können die Höhe Ihrer monatlichen oder jährlichen Zuwendung selber bestimmen, da Sie nicht direkt die finanzielle Fürsorge eines Kindes - momentan ca. 50 DM pro Monat - komplett übernehmen müssen. Es ist somit eine Art krisensichere Patenschaft, weil, sollte eine Patenschaft aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrecht erhalten werden können, dann müßte das Kind von der Schule genommen werden, bis ein neuer Pate da wäre.

In unserem Fall würde sich für das Kind nichts ändern, weil unsere Patenschaftsgelder alle in einen Topf kommen und an alle Kinder gleichmäßig ausgeschüttet werden, nicht wie bei einer Individualpatenschaft an ein spezielles Kind. Dadurch würde sich lediglich das Budget für das gesamte Haus etwas schmälern, solange bis eine Ersatzpatenschaft vorhanden ist. Wozu gibt es Freunde ? Sie helfen einem in der Not und genau das macht das gewisse Etwas von unserem System aus. Sie sind also Pate für ein Haus mit maximal 15-20 Kinder. Selbstverständlich werden Sie in gewissen Abständen, etwa 3-4 Mal pro Jahr, über das Haus, dem Sie das Spendengeld zugute kommen lassen, ausführlich Informiert. Aber ganz ehrlich gesagt: Jeder ist bei uns so gut informiert, wie er gerne möchte, denn wir sind immer für Sie da. Wenn Sie sich um einen regen Informationsfluß bemühen, dann sinken unsere privaten Kosten, denn auch unser Privatgeld soll so optimal wie möglich für die Vereinsarbeit genutzt werden.

Alle organisatorischen Kosten werden aus der privaten Tasche bezahlt. In erster Linie ist es nämlich wichtig, daß die Kinder wieder ein Zuhause haben und zur Schule gehen können. Daher sollten Sie unbedingt, für unsere etwas andere Art der Patenschaft, Verständnis zeigen.

Wir wollen rationell Arbeiten und die Spendengelder Zielgerecht einsetzen und nicht unsere eigenen Interessen und Wünsche in den Vordergrund stellen. Übrigens, wenn sie dem Freundeskreis helfen wollen, seine organisatorischen Kosten zu decken, dann machen Sie eine gezielte Sachspende oder eine Spende mit dem Vermerk Kosten an den Verein. Sollten Sie dazu eine Frage haben oder irgend etwas anderes wissen wollen, dann rufen Sie uns zu jeder Zeit an.


Info's / Anregungen / Fragen / Kritik per eMail an: Guido Rayher
Letzte Änderung: 15.01.1997

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