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| Details Kleine Details nachträglich bemalen - siehe auch grundlegende Bemaltechniken mit den Pinsel - more coming soon (Cockpitdetails, Cockpitkanzel, Fahrwerk, ect). |
Möglichkeit 3: Anstatt Wasserfarbe oder Acrylfarbe nehmt ihr stark verdünnte Ölfarbe und wischt
schon ab bevor die Farben festgetrocknet sind (je nachdem wie fest ihr es macht könnt ihr auch schöne
abstufungen bekommen, so das es nicht so harte kontraste gibt, i.b. bei Panzern kann dies gewollt
sein). Laut diversen Modellbauseiten soll dies die beste Möglichkeit sein, ich habe sie bisher noch
nicht ausprobiert.
Möglichkeit 4: Egal was für eine Farbe (außer Wasserfarbe) ihr genommen habt, anstatt einen Tuch zum abwischen benutzt ihr sehr feines Sandpapier oder ein Schleiffließ. Dies hat den Vorteil das ihr auch eingetrocknete Farbe wieder wegbekommt, aber auch den Nachteil das ihr die Grundlackierung beschädigt und sehr leicht wieder bis aufs Plastik kommt. Es eignet sich nur wenn ihr eine sehr dicke Farbschicht aufgetragen habt, oder die Farbe Schleifbar ist ... eigentlich ist es eher als "Notnagel" gedacht, wenn ihr bei obrigen Pech die Farbe wegzubekommen die angetrocknet ist. Diese 4 Möglichkeiten basieren darauf das die Panel Lines durch die Gravuren tiefer liegen und die Farbe daher in sie hineinfließt (Kapilareffek ähnlich wie beim Wash/Inking) und auch von den Entfernversuchen bei überläufen geschützt ist, und die Farbe so in den Vertiefungen bleibt. Möglichkeit 5: Bei sehr alten Modellbausätzen (Gußform vor 1990 oder früher) sind Panel Lines oftmals keine Vertiefungen, sondern kleine Erhebungen. Dies ist recht schlecht, da es etwas kompliziert ist sie zu betonen, i.b. da ihr alles was ich oben genannt habe nicht benutzen könnt. Am einfachsten ist es diese mit den Drybrush verfahren zu betonen. Viel schwerer wiegt allerdings das Problem das diese Erhebungen wärend des Baus sehr schnell ein Opfer von Schleifaktionen beim Spachteln werden können, und man sie nicht wie Vertiefungen einfach wieder nachgravieren kann ... |
Möglichkeit 6: Eine andere Möglichkeit sind spezielle Fine Liner - Stifte mit einer sehr dünnen Spitze, mit denen ihr die Panel Lines nachziehen könnt. Allerdings sind sie recht schwer zu finden, ich kenne bisher nur die "Gundam Marker (Fine-tip for panel lines)" Reihe von Gunze Sangyo, welche in Japan 200 Yen [weniger als 2 EUR] das Stück kosten (und sich aufgrund ihrere größer auch recht günstig verschicken lassen) und in den Farben schwarz, grau und braun verfügbar sind. Sie haben eine sehr feine Spitze (0.04 Kanji das ich nicht kenne ... tippe auf Zoll) mit der ihr sehr dünne Linien ziehen könnt. Befinden sich an den Stellen keine Strukturen (wie an einigen stellen vieler Gundam Modelle - wofür diese Marker ursprünglich gedacht waren) mehr, ist es die beste möglichkeit dort feine Linien hinzubekommen, bei erhebungen geht es auch noch, aber bei Vertiefungen ist es sehr Problematisch, da selbst Fineliner mit 0.04 mm Spitze oftmals noch viel zu dick sind - dort solltet ihr auf die oberen 3 Möglichkeiten zurückgreifen. Möglichkeit 7: Einige von euch haben sich eventuell schon immer gefragt wofür es Pinsel gibt die eine größe von 00000 (5/0) haben und nur aus einigen wenigen Haaren bestehen - ihr könnt sie hier ebenso benutzen um sehr feine Linien zu ziehen. Hierfür verdünnt ihr die Farbe nicht zu stark (sie soll nicht überall hinfließen, sondern halbwegs dort bleiben wo der Pinsel ist) und tragt sie wie beim normalen Pinseln auf. Hier gibt es bei Acrylfarben allerdings das Problem das diese schon nach einigen Sekunden getrocknet sind, Email oder Ölfarbe ist hierfür besser geeignet. |
- Decals
Decals / Naßschiebebilder: Sogut wie allen Modellbausätzen liegen Decals/Naßschiebebilder bei, die
für kleine Details das bemalen erspart und auch deutlich besser aussehen als sie es mit Handarbeit oder
abkleben und mit der Airbrushpistole wären - ganz zu schweigen von der enormen Zeitersparniss - Um die
Decals aufzubringen, löst man sie einige Sekunden in Lauwarmen Wasser an, und schiebt sie dann auf die
Stelle wo sie hingehören und drückt sie mit einen Tuch oder Löschpapier an, fertig - Soviel die Theorie ...
Damit die Decals auf der Oberfläche eines Modells richtig haften, muß diese möglichst glatt sein - wenn ihr mit Glanzfarben arbeitet, sollte es da kein Problem sein, aber wenn ihr mit Mattfarben gearbeitet habt (die eine relativ rauhe Oberfläche bilden), müßt ihr zwangsläufig noch eine Schicht Glanzlack aufsprühen damit die Oberfläche richtig glatt wird. Denn wenn die Oberfläche nicht glatt ist, sieht man den transparenten Trägerfilm Teile der Schiebebilder sehr deutlich - das berühmte, berüchtigte "Silvering". Auf den seitlichen Bild sieht man es sehr gut - je nach Blickwinkel sehen die Transparenten Stellen beim Balkenhreuz und den Roten Linien nicht transparent an, sondern relektieren ein sibrigen Schimmer - eine Schicht Glanzlack hätte es hier verhindert. Ich benutze meistens Sprühdosen aus dem Baumarkt, siehe auch weiter unten, da sie günstiger sind als Modellbaulacke. |
Dies genügt solange, bis man die Decals um Ecken legen muß, oder Strukturen unter ihnen liegen ...
Für perfektes Anbringen (i.b. wenn das Schiebebild auf Panel Lines liegt, oder um eine Ecke gelegt
werden muß), ist es evtl eine gute Idee die
Decals nachdem man sie angedrückt hat einen Weichmacher, z.b. "Mr. Mark Softer" von Gunze Sangyo, zu
benutzen den ihr nach dem Anbringen mit einen Pinsel auf das Decal auftragt und es andrückt. Die Decals
sollten dann nichtmehr berührt werden, da sie durch das bestreichen sehr zersprechlich geworden sind.
Wenn sie Blasen werfen sollten man keine Panik bekommen (und um himmels willen nicht berühren), das ist
ein normaler Vorgang, nach einigen Minuten sollten sie verschwunden sein und das Decal sieht wie
aufgemalt und nichtmehr wie aufgeklebt aus.
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Funkantennen und Seile: Bei vielen Flugzeugen aus den Zweiten Weltkrieg sind zwischen
Funkantenne und Heckruder dünne Drähte gespannt, und bei älteren Schiffen sind auch kleine Fäden um die
Schornsteine oder ähnliches gespannt (ich meine nicht die zig Meter Seil bei Segelschiffen - das ist ein
Thema für sich) - Die Anleitungen schlagen meistens vor das man einen
Dünnen Faden und Superkleber dafür benutzen soll. Dies ist Arbeit kann jedoch eine ziemliche Fummelarbeit
werden und sehr stark an den Nerven zehren (wenn der faden zum x-ten mal schlaff durchchängt), insbesondere
bei kleineren Modellen (1/72 Maßstab, aber auch bei 1/48 oder 1/32 ist es nicht wirklich schon, und bei
kleinen Schifsmodellen erst recht nicht). Viel
eleganter ist es wenn man sich aus überflüssigen Styrol (z.b. die Gießäste) selber einen "Funkdraht" bzw
Seile anfertigt. Hierzu braucht ihr Feuerzeug, eine kleine Kerze (z.B. Teelicht) und 2 Styrolteile. Zündet
die Kerze an und haltet drückt beide Styrolteile kurz über der Kerzenflamme zusammen bis sie anfangen
flüssig zu werden - fangen sie an zu brennen pustet ihr sie aus. Nun nehmt sie aus den Bereich der Kerze
und zieht sie mit gleichmäßiger Geschwindigkeit wieder auseinander (ruhig auf einen Meter oder mehr), nach
einigen Sekunden ist das Styrol wieder hart. Zwischen den beiden teilen ist nun ein sehr dünner Styrolfaden
den ihr auf die richtige Länge schneiden und am Flugzeug anbringen könnt. Als alternative tut es auch
ein Gußast den ihr in der mitte erhitzt und auseinanderzieht.
Der Vorteil ist das er im Normalfall deutlich dünner ist als jeder Faden den ihr bekommt, Spannung auf ihn ist (sprich er hängt nicht wie ein Faden runter sondern ist von Anfang an gerade und läßt sich viel besser befestigen [Plastikkleber] und später bemalen) |
Lackierung am Ende: Am Ende, nachdem die Decals angebracht sind, steht eine Schutzlackierung. Der
Zweck ist primär eine Schutzschicht für die Farben (i.b. bei Arylfarben Pflicht) als auch für die Decals
(deren Transparente Stellen sonst nach einiger Zeit vergilben können).
Die letze Lackschicht hat auch den Zweck den Modell eine gleichmäßige Oberfläche zu geben, so das alles aussieht wie eine einzige Schicht und in den meisten Fällen auch nichtmehr glänzt (Matter oder Seidenmatter Klarlack). Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die meisten Modellbauhersteller bieten Glanz und Mattlack an, einige auch Seidenmatten an. Für den Pinsel sind diese oft ungeeignet (außer evtl für kleine Pilotenfiguren, Cockpits oder 25mm Zinnfiguren), da die Oberfläche nicht gleichmäßig wird, daher sollte man mit der Airbrush arbeiten oder mit Sprühdosen arbeiten. Da dies jedoch ziemlich stark ins Geld gehen können (der Verbrauch ist relativ groß und die Dosen sind sauteuer - gerade wenn man größere Modelle für die Decals mit Glanzlack besprühen will wird man arm), sollte man zumindest bei Sprühdosen aus den Baumarkt zurückgreifen welche deutlich günstiger sind. Hierbei muß man allerdings aufpassen, da es die Lacke mit den Verschiedensten Lösungsmitteln gibt und einige davon vorangegangen Farbschichten und sogar das Plastik angreifen können, daher sollte man erstmal auf überflüssigen Teilen ausprobieren wie sich der Klarlack damit verträgt. Wenn auf der Dose etwas von Lösungsmittelarm oder Wasserbasierende steht ist es schonmal ein gutes Zeichen, wenn etwas von Aceton oder Nitro drauf steht sollte man die Finger davon lassen. Bei Kunstharz ist es ein Glücksspiel, es gibt sowohl milde als auch ziemlich brutale. Ich benutze für die bei Baumarktsprühdosen primär "Dupli Color Deco Line Acryl" was ein Lösungsmittelarmer Klarlack auf Wasserbasis ist und wo eine 400ml Sprühdose ca 7-8 EUR kostet. Für Airbrush benutze ich Klarlack von Tamiya (X22 - nur glanz. Läßt sich durch zugabe von Baseflat aber auch zu Matt/Seidenmatt mischen) oder Vallejo (mein derzeitiger Liebling - trocknet sehr schnell und gibt matt, seidenmatt und hochglanz), welche primär für die letzte Lackierung (wenn matt/seidenmatt) oder für die Glanzschicht für Decals bei kleineren Modellen benutzt werden. Enamel / Email Klarlack, z.b. von Revell oder Humbrol eignet sich auch und greifen die Farben (auch Acrylfarben) nicht an, brauchen jedoch im Vergleich zu obrigen Acrylfarben deutlich länger zum trocknen, haben aber auch den Vorteil das sie deutlich wiederstandsfähiger gegen abnutzung (durchaus ein Faktor der bei Tabletopfiguren eine Rolle spielt) und Chemikalien (z.b. Decal Weichmacher) sind als obrige lösungsmittelarmen Klarlacke. Mattlack (egal was für einer) ist übrigens tötlich für Klarsichteile (sie werden milchig Trübe und undruchsichtig - seidenmatt ist fast genauso schlimm), wenn ihr damit Arbeitet achtet darauf das die Klarsichtteile abgedeckt oder noch nicht befestigt sind ... Glanzlack ist da unbedenklich, und verleiht i.b. Kanzeln bei Flugzeugen einen glasartigen Glanz welcher meiner Meinung nach sehr gut aussieht. Auf Amerikanischen Seiten wird oft von einen "Future" Lack geredet, dabei handelt es sich ursprünglich um eine milchige, dünnflüssige, wenn getrocknet glänzende Bodenversieglung die zweckentfremdet wurde, da sie deutlich preiswerter ist als jeder Modellbaulack und zumindest für die Schutzschicht für Acrylfarben und für die glatte Oberfläche für Decals gute Arbeit leistet. Hierzulande ist Future nicht erhältlich, aber mit "Glänzer - Strapazierglanz" von Erdal gibt es ein ähnliches Produkt das deutlich preiswerter ist als die Modellbauadequate (25 ml Klarlack von Revell oder Tamiya kosten ungefähr 2.50 EUR ... 1000 ml Glänzer dagegen nur 5 EUR, sprich um den Faktor 40 günstiger) und selbst die Baumarktlacke (400 ml Sprühdose 8 EUR) in den Schatten stellt ... allerdings waren meine Erfahrungen damit nicht wirklich überzeugend, Klarsichtteile wurde etwas matter, und die Oberfläche glänzt zwar, aber richtig glatt ist sie trotzdem nicht geworden ... |
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