Modell und Miniaturen Gallerie


Cover mit den fertigen Modell Name: Le Superbe
Maßsstab: 1/150
Hersteller: Heller
Preis: unbekannt


Infos zum Modell: Mein allererstes Schifsmodell für diese Seite ist ein "Adoptivkind" - ein Freund, als Modellbauanfänger, hat es vor Jahren (oder gar Jahrzehnten) geschenkt bekommen, es aber nie fertig gestellt. Irgentwann wollte er es entsorgen, aber hat mich noch gefragt ob es nicht "adoptieren" will ...

Nunja, erst konnte ich nicht verstehen wie man ein Modell anfangen, aber nicht beenden kann, aber dann studierte ich etwas die Anleitung und die Teile und bekam richtig Angst ... das Modell besteht zum einen aus 850+ (über achthundertfünfzig!) Teilen, einige davon recht groß (Schiffsrumpf), einige davon winzig klein (die 76 Kanonen besteht aus jeweils 4 Teile!). Trotz der ziemlich schlechten Anleitung (wird teilweise nicht darauf eingegangen welche Teile wohin gesteckt werden und wie das Teil es fertig gebaut aussehen soll - noch dazu ist sie komplett in Französisch und die deutsche "Übersetzung" wirkt wie dieser Computerübersetzungen und leider nur ziemlich ungenau) ist dies nicht wirklich ein Problem. Das schlimmste sind die hunderte (keine Übertreibung) von kleinen Fäden (die nicht beiliegen) die man am Rumpf und der Reling anbringen und mit den Masten und Segeln (bestehen übrigens aus dünnen großen Styrolfolien) verbinden muß. Sogar die Kletternetze an den Masten muß man sich aus Fäden selber bauen (Plastikding das dies ermöglicht liegt bei) und diese dann mit Trichlorethylen verdünnten Leim "fixieren" damit man sie anbringen kann ... da es Trichlorethylen aber in Deutschland schon seid Jahrzehnten verboten ist wird sich wohl ein anderes Adequat finden müssen ...

Wann/ob ich dieses Schiff jemals fertig kriege weiß ich noch nicht so ganz, im Prinzip ist es fast fertig, einzig die Vertakelung (die tausenden von Fäden) fehlt noch. Besonder schlimm ist die erstellung der Wanten (Kletternetze) die immer wieder verrutschen, nicht richtig passen usw und mich mehr als einmal an den Rande des Nervenzusammenbruchs gebracht haben. Das nächste Ziel ist erstmal die normale Vertakelung um die noch fehlenden Queersegel anbringen zu können. Insgesammt das schwerste Modell das ich bisher gebaut habe und das erste Segelschiff das ich gebaut habe wird wohl auch das letzte sein. Die Passgenauigkeit geht zwar in Ordnung, allerdings gibt es bei hinteren Aufsatz einige Probleme und Spachteln ist bei so einer Stelle nur sehr schwer möglich. Ebenso ist halt die gesammte Vertakelung etwas das mir einfach nicht liegt und auch ziemlich ins Geld geht. Andere Hersteller legen zumindest vorgefertigte Wanten bei, aber hier muß man alles selber weben.


Infos zur Bemalung: Da es mehrere Decks und viele Kleinteile die in anderen Farben gemalt werden, wurde vieles schon vor den Anbringen bemalt - die Hauptfarben waren dabei Rot (Innenraum, viele der aufbauten und Details, Beiboote), Helles und Dunkles Holz sowie Kupfer für den beschlagenen Rumpf. Weitere kleine Details wurden in blau, rot, weiß und Gold bemalt/besprüht


Bilder:

Die Kanonen
Die 76 Kanonen der Superbe (Räder müssen noch schwarz bemalt werden)

Der Rumpf
Der Rumpf mit 3 Masten (die noch höher werden) ...

Die Superbe von hinten
Die Superbe von Hinten ...

Fast fertug
Nur noch die Vertakelung fehlt


Allgemeine Infos: Die "Superbe" war im Seeprogramm Frankreichs Inbegriff desse Stärke der Kriegsmarine in der Zeit von Ludwig des XVI. Nach langer Planungsphase wurde 1782 unter Anleitung des Ingeneurs J.N. Sané die Superbe fertig gestellt.

Neben der sehr großen Bestückung mit Kanonen (28 - 36 Pfund Kanonen auf den unteren Deck, 30 Kanonen mit 18 Pfund Ladung im mittleren Deck sowie 16 kleine Geschütze mit 8 Pfund Ladung auf den Oberdeck) war i.n. der Kupferbeschlagene Schiffrumpf, der sowohl als Panzerung bei Angriffen als auch zur Verhinderung von Verrottung und Parasitenbefall gedacht war, eine der weiteren merkmale dieses Schiffs.

Nachdem die Superbe dem Marinegeschwader von Admiral Villarte De Joyeuse zugeteilt wurde und dort seinen Dienst leistete, wurde das Schiff 1795 nachdem es bei einen schweren Seesturm schwer beschädigt wurde aufgegeben und sank. Die Länge des Rumpfes betrug 64,5 Meter, die Breite 30 Meter.





SK





Copyright Informationen:

Eigene Bilder + Texte : Sascha Kohlmann
Cover + Gußform des Modells: Heller



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