Modell und Miniaturen Gallerie


Der Karton, Anleitung, Teile, Decals sowie der Aufkleber
Name: Eurofighter JF 90 / EFA
Maßsstab: 1/72
Hersteller: Revell
Preis: 9 EUR (Auf Intermodellbau - Modell ist von 1988 und so nichtmehr zu bekommen)


Infos zum Modell: Dieses Modell der Firma Revell aus dem Jahre 1988 ist ein einsitziger Eurofighter / EFA / JF90 den ich mir auf der Intermodellbau gekauft habe (es ist kaum mehr möglich einen einsitzigen Eurofighter im Maßsstab 1/72 aufzutreiben). Der Bausatz besteht aus ca 70 Teilen in zwei Gußrahmen (sowie ein Stück mit Klarsichtteilen) und hat zusammengebaut eine Länge von 22cm und eine Flügelspannweite von 15.5 cm.

Schon auf den ersten Blick auf die Bauteile stellt man leider fest das das Modell nur sehr grob verarbeitet ist. Der Rumpf (von der Spitze vorne bis zum Heckflosse) besteht aus nur 2 Halbteilen - Gravuren in Cockpit, Triebwerken oder Fahrwerkschacht sind praktisch nicht vorhanden. Am Rumpf und den Tragflächen sind zwar wenige Strukturen vorhanden, aber anstatt Versenkte Blechstöße/Panel Lines (=Gravuren/Vertiefungen) bekommt man hier zum Großteil das komplette Gegenteil - kleine Erhebungen. Ziemlich schade ... Als kleiner Bonus befindet sich neben den Eurofighter auch noch eine kleine 1/72 Treppe dabei (nützlich für Dioramenbau) sowie ein EFA Werbeaufkleber.

Der Zusammenbau gestaltet sich als ziemlich Problematisch, da die Passgenauigkeit gelinde gesagt katastrophal ist. Praktisch an allen Klebestellen muß nachträglich mal mehr, mal weniger gespachtelt werden - besonders schlimm sind die Verbindungsstücke Cockpit/Rumpf sowie die Flügel und Triebwerke. Nach einer recht großen Spachtel und Schleiforgie. Ebenso war es bei einigen Stellen recht problematisch sie im richtigen Winkel anzubringen (Flügel und Seitenteile an den Flügel sind leicht angewinkelt), da sie "roh" angeklebt werden und es keine erhebungen/Löcher gibt die hierbei helfen. Richtig schlimm ist auch das anbringen des Fahrwerkes. Es gibt keine Löcher oder zumindest eine kleine Basis auf der man das Fahrwerk in den Schacht klebt - nein, die kleinen Streben sollen so wie sie sind (und auch noch leicht schräg) angebracht werden und das Gewicht des Flugzeugs halten. Nach etwas Verstärken mit Sekundenkleber und Spachtelmasse ging es jedoch, aber in anbetracht des sehr schichten Farhwerks und der enormen Probleme beim Anbringen hätte ich lieber die fliegende Version bauen sollen ...

Fazit: Okay, das Modell ist zwar ziemlich alt, aber verglichen mit der alten "General Dynamics F16" (Der Rote/Weiß/Blaue Prototyp) von Revell aus dem gleichen Jahr wirkt es von der Verarbeitung einfach nur armseelig und nicht anders zu nennen als eine Katastrophe - dieses Modell ist eines der schlechtesten, die ich in meiner bisherigen Laufbahn gebaut habe, sowohl was die Details als auch die Passgenauigkeit der Teile angeht (ich hätte doch lieber einen Zweisitzer nehmen sollen) ... ebenso gibt es nach Studium einige Fotos von Eurofightern einige ziemliche offensichtliche Unterschiede zwischen den Modell und echten Eurofighter (Der Stabilisator über den vorderen Stummelflügeln fehlt komplett - sogar auf der Coverillustration ist er zu sehen) und vom Fahrwerk rede ich lieber garnicht und der Schleudersitzt nebst Cockpit sind auch ziemlich schlecht ...


Infos zur Bemalung: Da das Cockpit nur sehr schlicht ist, habe ich mich entschlossen die Decals links liegen zu lassen und per Hand knöpfe/schalter/MFD's und andere Instrumente zu malen. Außerdem habe ich aus einen kleinen Stück Plastik einen Schubregler geschnitzt und an der Linken Seite angeklebt. Einige Knöpfe sind zwar groß, aber so sieht das Cockpit deutlich besser aus als es mit den Decals ausgesehen hätte.

Für die Bemalung des Rumpfes habe ich den Eurofighter in 3 Farben besprüht - Lightgrey von unten, Medium Grey von oben (die außenbereiche der Flügel wurden in Light Grey gemacht und abgeklebt) und die Oberseite und Armorgrey. Die Details habe ich per Hand bemalt - Das Fahrwerk weiß, die Räder Schwarz, die Waffen Grau/Schwarz/Weiß mit blauen Streifen und dann war er auch schon fertig.

Die Decals waren aufgrund ihrers alters katastrophal schlecht und ließen sich nicht wirklich gut anbringen - ein Teil des "EFA Eurofighter" Schriftzuges ist abgebrochen und die großen Eurofighter Logos an den Tragflächen waren am Ende extrem wellig und uneben und außerdem leicht angegilbt ...


Ein paar Bilder:

Cockpit des Eurofighters
Das Cockpit des Eurofighters. Alle Teile waren eine glatte fläche ohne Gravuren oder erhebungen. Ich habe mich beschlossen nicht die Decals zu verwenden sondern selber die Knöpfe und Instrumente aufzuzeichnen und aus einen kleinen Stück Plastik einen Schubregler zu schnitzen. Vorlage waren die Cockpits des Computerspiels "Eurofighter 2000" sowie mehrere Fotos des Cockpits die im Netz zu finden sind


Der fertig zusammengebaute JG90/EFA
Der Fertig zusammengebaute Eurofighter, vom Cockpit abgesehen noch nicht bemalt. Die Waffen sind ebenso noch nicht angebracht.


Side View
Der Eurofighter von der Seite, fertig bemalt mit Decals und allen Waffen


Top/Side View
Der Eurofighter von der schräg oben


Top
Der Eurofighter von oben


Allgemeine Infos: Von allen Flugzeugen über die ich bisjetzt gelesen habe, war die Entwicklungsgeschichte des Eurofighters wohl eine der kompliziertesten, wohl auch weil es ein Gemeinschafstprojekt mehrerer Europäischer Nationen war.

Nachdem 1979 das ECF Projekt scheiterte und Anfang der 80er Jahre der Nachfolger EAP angepasst und modifiziert wurd, wurde Projekt Ende der 1983 in EFA (European Fighter Aircraft), bzw in Deutschland "Jagdflugzeug 90" umbenannt. Das obrige Modell stellt dieses Flugzeug da, die Verpackung verkündete von einen Geplanten Erstflug 1991 - dazu kam es jedoch nie - 1992 wollte sich Deutschland das die Kosten für das Projekt reduziert werden, oder es drohte komplett aussteigen. Ebenso gab es in England diskussionen darüber ob die geplante Anzahl nötig und rentabel ist, was das gesammte Projekt auf Eis legte und in Gefahr brachte. (Deutschland und England übernahmen jeweils 1/3 der Kosten). Aufgrunddessen wurde das gesammte Projekt nocheinmal überarbeitet wurde um die Kosten pro Stück senken zu können. Dieses Projekt wurde N/EFA (New EFA) und kurz darauf in Eurofighter 2000 / Typhoon umbenannt.

Danach verlief die Entwicklung relativ zügig - Der Erstflug des ersten DA (Development Aircraft) war am 27 März 1994 in Deutschland. Das zweite DA wurde in England gebaut und flog nur 10 Tage später. Es gab zwar noch immer Probleme mit der Finanzierung und der geplanten Menge, die immer weiter reduziert wurde, doch mittlerweile wurden schon die ersten Flugzeuge aus der Produktion ausgeliefert.

Abmessungen:
Flügelspannweite 10.95m
Länge: 14.96m
Höhe: 5.28m

Gewicht:
Leergewicht: 9750 kg
Interner Treibstoffvorat: 4000 kg
Externe Zuladung: 6500 kg
Maximales Startgewicht: 21000 kg

Leistung:
Triebwerke: Power 2 EJ200 Turbofan Engines
Maximalgeschwindigkeit 2125 km/h
Zeit um auf 30000 Fuß zu steigen: 2 1/2 Minuten
Maximalreichweite 1389 km


Links:
http://www.eurofighter.org
Offizielle Seite des Eurofighters mit vielen Fotos und Hintergrundinfos






SK





Copyright Informationen:

Eigene Bilder + Texte : Sascha Kohlmann
Cover + Gußform des Modells: Revell



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