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Anreise
Zum zweiten Mal geht es für uns auf die Vulkan Insel. Auch wieder ins das selbe Hotel an der Playa de los Pocillos, denn was Besseres können wir auch laut Holidaycheck kaum finden auf der Insel. Der Flughafen ist nah, so dass die Taxifahrt günstig ist, aber nicht zu nah, als dass der Lärm stören würde. Der Check-Inn ist etwas unpersönlicher diesmal, den Begrüßungssekt müssten wir uns selbst nehmen. Auch die Lage des Zimmers ist diesmal leicht schlechter, aber weit vom Restaurant und daher relativ ruhig. Um 16 Uhr sind wir auf dem Zimmer angekommen, wo uns ein Teller mit Obst und eine Flasche Sekt erwarten.
Wir machen zum bald auf zum Herrn Renner, um zwei Cross-Bikes zu mieten. Leider bekommen wir diesmal keinen Discount und die Räder sind trotz des hohen Preises etwas einfacher, aber ebenfalls wieder von Trek. Letztes Mal hatten die Bikes z.B. Rapidfire-Schalter, diesmal billige Drehschalter. Einen Gepäckträger bekomme ich an die Sattelstütze geschraubt. Wie ich da meine Gepäcktasche dran bekommen soll, ist mir unklar. Daher und auf Grund der Kosten lohnt sich bei mehr als drei Tagen Miete doch die Mitnahme des eigenen Rades. Den Fahrradraum in Hotel kennen wir schon und dort stehen auch schon weitere Räder und ein Versandkarton. Nun freuen wir uns auf das tolle Hotelbuffet, besonders das frisch gegrillte Fleisch war immer sehr lecker.
Radtour Arrecife, Costa Tegise, San Bartolome
Auch beim Frühstück ist die warme Abteilung zu empfehlen, aber auch Wurst und Gebäck sind in reichlicher Auswahl vorhanden.
Hatten wir vor 2 Jahren jeden Morgen herrlichen Sonnenschein, so ist es heute der Himmel bedeckt.
In Richtung Play Honda starten wir bald unsere Radtour. Dann geht es zwischen Flughafen und Meer entlang. Am Grand Hotel in Arrecife hat man eine nette Promenade angelegt und bei der Wasserentsalzungsanlage liegt noch immer das . Bald sind wir in Costa Teguise. Hier waren wir vor 2 Jahren noch nicht, aber die Hotelsiedlung spricht uns auch nicht an. Nach dem Angebot der Gastronomie
scheinen hier vorwiegen Gäste aus dem vereinigten Königreich ihren Urlaub zu verbringen. Dafür sieht das Angebot an Miet-MTBs bei Tommys-Bikes sehr überzeugend aus.
Wir verlassen nun die Küste. Sofort wird die Landschaft karg und die Straße führt bergauf. Bald passieren wir die Fundación César Manrique, das ehemalige Wohnhaus des Künstlers Manrique.
Wir haben es bereits vor zwei Jahren besucht und können eine Besichtigung nur empfehlen. Das Haus steht mitten in einem Strom erkalteter Lava und biete auch interessante Ausblicke,
- eine reizvolle Kombination zwischen Kunst und Natur.
Radtour: Masdache, Tinguaton
Heute haben wir nun den besten Sonnenschein. Wir wollen eine alternative Strecke suchen, um Puerte del Carmen zu verlassen. Es ist eine staubige Sandpiste. Nach ca. 2km finden wir mit den ersten Häusern auch wieder eine Teerstraße. Dass wir erst nach 10Uhr losgekommen sind, rächt sich bald. Beim weiteren Anstieg wird uns gut warm. So freuen wir uns, als wir an der Iglesia de Candelaria oberhalb von Tias eine Pause machen können und dabei die Aussicht geniessen. Eine kleine Weisse Kirche vor blauem Himmel in einer Kakteenlandschaft. Zwischen den Kuppen des Montana Blanca und des Montana Tersa rollen wir in Richtung Masdache, wo wir endlich in der Lavalandschaft (s. Foto) ankommen.
Wir setzen unsere Fahrt in dieser für uns traumhaften Landschaft fort nach Tinguaton, wo ein kleiner Markt bei der Kirche stattfindet. Auf dem Rückweg machen wir noch ein paar Fotostops in den Lavafeldern, bevor es hinab nach Puerto del Carmen geht. Dort machen wir einen Abstecher an den alten Hafen, bevor es entlang der nicht enden wollenden Hauptstraße mit Shops und Restaurants zurück zum Hotel geht.
Radtour: La Geria, Uga, Yaisa, El Golfo
Heute Morgen sind wir auf die Idee gekommen, uns doch den Anstieg mit einem Taxi hochfahren zu lassen und fragen an der Rezeption nach, ob Radmitnahme im Taxi möglich wäre. Sie telefonieren gleicht deshalb und die Antwort lautet, wir sollen die Fahrt 24 Stunden vorher anmelden, dann würde das Taxi mit einem Gepäckträger kommen. Das hilft uns leider nicht, wir haben die Räder nur noch für heute gemietet. So fahren wir erst einmal los. Als wir an einem Taxistand vorbeikommen, bremse ich abrupt. Mehrere Wagen stehen dort, zwei davon sind Kombis. Ich frage einfach, ob sie uns mitnehmen und was es kosten. Ja es geht und der Preis scheint sehr akzeptabel. So baue ich schnell die Vorderräder aus und der Fahrer verläd die Bikes. Leider wird der Sitzplatz auf der Rückbank für meine Frau etwas eng, aber es geht für die kurze Strecke. Wir lassen uns wieder hinauf zu Iglesia de Candelaria bringen, das dauert nur wenige Minuten. Etwas bergauf müssen wir noch und hier begegnen uns zwei Gruppen auf Rennrädern. Diesmal fahren wir in Richtung Conil und weiter nach La Geria. Dorthin, wo überraschender Weise Wein in der kargen Landschaft wächst. Auch einige Weingüter, wo der Weingekostet und natürlich gekauft werden kann, gibt es hier.
Die Strecke durch La Geria und weiter nach Uga ist einer meiner Favoriten auf der Insel.
Seit unserem letzten Aufenthalt auf der Insel ist die Streck frisch geteert worden. Beim letzten Mal mussten wir sehr auf Schlaglöcher achten, heute haben wir super glatten Asphalt.
In Uga stellt sich die Frage wie nun weiter, zum Umkehren ist es viel zu früh. Wir beschliessen weiter nach El Golfo zu fahren.
Dafür müssen wir leider zwischen Uga und Yaiza auf die Hauptstrasse, dann geht es parallel zu dieser weiter. Nach dem Abzweig nahe El Golfo sind wir allein in der Mittagshitze auf der Strasse unterwegs.
Ich fühle mich durch die Landschaft und die Hitze in den Südwesten der USA versetzt. Einfach toll, hier Rad zufahren.
Oberhalb des Ortes stellen wir unsere Räder ab und laufen zum Rand des Vulkankrater. Der Ausblick in Krater mit dem grünen See und dem offenen Meer auf der anderen Seite ist immer wieder
spektakulär.
Auf dem Rückweg verweilen wir noch einige Zeit im Schatten der Kirche von Yaiza und entdecken in der Nähe einen Nachbau von Lanzarote im Miniaturformat
Nun folgt der weniger angenehme Teil der Tour. Bis zur Abfahrt nach Puerto Calero folgen wir der Hauptstrasse, dafür geht es in weiten Teilen abwärts und somit schnell voran. So können wir die Räder überpünktlich zurückgeben.
In der Abenddämmerung laufen wir zurück zum Hotel. Glücklicherweise gibt es keine festen Essenszeiten.
Es wartet aber noch eine kleine Überraschung auf uns. Für eine "Bike-Group" hat man einen Seitenbereich des Speisesaal abtrennt.
Außerdem ist heute mexikanischer Abend, was eine leckere Abwechslung bedeutet.
Zu Fuß nach Puerto Calero
Am Morgen sehe ich die Teilnehmer der Bike-Group wieder, denn Sie sind gut an Ihrem bunten Outfit zu erkennen. Mich stimmt das etwas traurig, da wir ja nun Rad-los sind. Eigentlich wollten wir mit dem Bus nach Playa Blanca, da wir aber keine Lust verspüren auf den Bus zu warten, gehen wir einfach los und laufen entlang der interessanten Küste nach Puerto Calero. Dort schauen wir uns das U-Boot an, mit dem Touristen sich die Unterwasserwelt ansehen können. Uns zieht es stattdessen in ein Kaffee zu leckerer Torte. Wir gehen noch bis kurz hinter den Ort bevor wir den Fussweg zurück antreten.
Mit dem Linienbus nach Playa Blanca
Heute wollen wir endlich einmal nach Playa Blanca, dazu müssen wir am Ortsrand von Puerto del Carmen den Bus wechseln. In Playa Blanca schauen wir uns zunächst die Abfahrt der Schnellfähre nach Fuerteventura an, bevor wir entlang der Promenade laufen. Wir bummeln über einen Markt, schauen in ein paar Luxushotel und laufen an fast nicht enden wollenden Apartmentanlagen schließlich bis zu den Papagayo Stränden.
Nochmal nach Playa Blanca
Noch einmal fahren wir nach Playa Blanca. Diesmal gehen wir von der Bushaltestelle in die andere Richtung und klettern auf den Montana Roja, ebenfalls ein erloschener Vulkan. Von hier oben hat man einen weiten Blick über den ausufernden Ort und hinüber nach Fuerteventura.
Abschied
Heute ist der Himmel wieder trüb, also der richtige Tag, die Insel zu verlassen. Erst gehen wir noch Schwimmen, dann folgt ein letzter Spaziergang in Richtung Flughafen, um die startenden und landenden Maschinen zu beobachten. Schließlich besteigen wir ein Taxi für den Weg zum Flughafen.
Noch immer unsere Trauminsel
Wir hatten wieder einmal eine schöne Woche und kommen gern wieder auf die Insel zurück. Meiner Meinung nach ist diese Insel auch die bestgeeignete Kanaren-Inseln zum Radfahren.
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