ReiseBerichtebei Olafs-Traveltipps Loire: Bericht einer Radreise im Frühjahr 2004 Zurück zurHomePage
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Radeln wie Gott in Frankreich .... von Nevers nach Angers

 

Einleitung

Schon länger steht eine Radreise an die Loire auf unserer Wunschliste, nur die mehr als 20 Std Reisezeit, die die DB uns als Fahrzeit auswirft, schrecken ab. Aber nun gibt es einen Nachtzug mit Fahrradwagen und kein Argument mehr, dieses Reiseziel auszulassen.
...außer vielleicht dem Fahrpreis. So könnten wir für den Preis der Fahrkkarten für den Schlafwagen locker über den Atlantik fliegen, aber dass haben wir ja schon oft genug gemacht.

 

1.Tag : Anreise Mit dem Zug über Paris nach Nevers (10 km)

Mit dem Nachtzug geht es nach Paris. Ich schlafe kaum. Besonders in Belgien jagt der Zug nur so über die Weichen. Wie ich später erfahre holt er so eine Stunde Verspätung auf.In Paris geht es dannbei sommerlichem Wetter mit dem Rad vom Bahnhof NORD zum Gare de Lyon. Dabei an bekannten Sehswürdigkeiten wie dem Centre Pompidou oder Notre Dame vorbei zufahren, ist eine tolle Sache. Einzig die Taxis stören etwas an diesem Sonntag Vormittag.

Mit dem Rad in Paris

 

2.Tag : Von Nevers nach Sancerre (66 km)

Wir haben einen Bilderbuch Start. Den ganzen Tag herrlicher Sonnenschein. Die im "Bruckmann" empfohlene Strecke wandeln wir mit Hilfe unserer Michelin-Karte gleich etwas ab und fahren entlang winziger Straßen, wo die wenigen Autos aber nicht mit uns rechnen. Vorbei am La Charite sur Loire - hier entstand das Titelfoto- fahren wir nach Sancerre. Unser Hotel liegt unten am Fluss und gehört einer Engländerin. Unsere Räder müssen diesmal ohne Dach auskommen. Sie parken im Hof, wo wir mit dem Hund des Hauses noch ein bischen Fußball spielen. Zum Abendessen gehen wir hinauf in den Ortskern. zu Fuß hoch in den Ortkern.

Loirebrücke in La Charite sur Loire

 

3.Tag : Von Sancerre nach Gien(55 km)

Bis Briare kommen wir gut voran. zu Fuß hoch in den Ortkerns. In Briare lassen wir uns von einer irreführenden Ausschilderung auf einen vermeindlichen Radweg locken. Wir landen letztlich auf einem Trampelpfad und kommen nur noch langsam voran. Gien überzeugt als Stadt auch wenig. Und mein Abendessen ist auch eine Pleite - das einzige Mal auf der Reise.

Der Kanal lateral in Gien

 

4.Tag : Von Gien nach Sandillion (71 km)

Morgens kaufen wir in einem großen Supermarkt ein. Dann sehen wir lange die vier Kühltürme des Kernkraftwerkes von Gien am anderen Ufer. Der Morgen ist grau. In Sully folgt das erste Loire-Schloss. In St. Neoit gibt es plötzlich eine Ausschilderung der Route "Loire a Velo", die mitten in einem Dorf unerwartet endlich und uns hilfslos aussehen lässt. Mehr durch Zufall kommen wir auf kleinen Wegen in Cateauneuf an. In Jargeau entdecken wir das erste Denkmal der Jungfrau von Orleans. Hier beginnt es auch zu regen und wir m¨ssen die letzten Kilometer im Regen fahren. Das einzige Restaurant im Ort scheint in unserem Logis de France zu sein. Wir sind die einzigen Gäste und verspeisen ein drei Gängemenü.

Radweg bei Sandillion

 

5.Tag : Von Sandillion über Orleans nach Beaugency (50km)

Orleans begeistert mich weniger. Die Stadt schmückt sich gerade fü:r die jährlichen Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau. Zu Mittag sitzen wir draußen und speisen Burger. Abends essen wir dann beim Mexikaner. Unser Logis de France befindet sich in einer alten Posthalterei. In den Gängen sieht alles ziemlich alt und einfach aus, aber das Zimmer ist OK. Im Treppenhaus hängt ein Keilerkopf. Wir scherzen: Das Ungeheuer

Orleans

 

6.Tag : Beaugency - Schloss Chambord (38km)

Eigentlich sollte die Etappenplanung Gestern und heute ganz andern aussehen. Und das Schloss Chambord wollten wir erst am nächsten tag besichtigen. Zum Glück habe ich vorab einen Blick auf die Website geworfen und festgestellt, das Chambord am 1.Mai geschlossen ist, wovon man im Hotel in St. Dyé angeblich nichts wußte. Wir erreichen St. Dye bereits Mittags.Das Hotel direkt am Ufer der Loire ist sehr schön und aus unserem Dachfenster haben wir einen herrlichen Blick auf die Flusslandschaft. Auch sonst würde ich dem Hotel eher 4 als die offiziellen 2 Sterne geben. In St. Dye wurden einst Baumaterialien zum Bau von Schloss Chambord angelandet. Nach einem kleinen Mittagssnack machen uns auf den nach Chambord. Bis zum riesigen Schlosspark gibt es einen Radweg. Durch eine lange Allee fahren wir das das Schloss zu, das ist ein schöner Anblick. Vor dem Schloss gibt es einige Shops und Lokale und einen Fahrradverleih. Die Anzahl der Besucher ist eher klein. Der Eingangsbereich das Schlosses wird gerade umgebaut. Es gibt hier Schließfächer, sehr praktisch für Radreisende! Wir nehmen an einer Führung teil, lassen uns das doppeltgewendelte Treppenhaus erklären und steigen schließlich auf das Dach des Schlosses. Auf dem Rückweg treffen wir ein deutsches Radler Paar, die uns an unseren Fahrrädern als Deutsche identifizieren. Minuten später stelle ich fest, dass ich einen Platten habe - und das Flickzeug und der Ersatzschlauch sind im Hotel. Mit x-mal Pumpen schaffe ich den Weg zurück und mache mich im Keller des Hotels an die Arbeit den Schlauch zu ersetzen.

Schloss Chambord

 

7.Tag : St. Dye - Blois (51km)

So schön das Hotel auch ist, das Frühstück ist wieder Frankzösisch einfach und dafür mit 7€ zu teuer. Anschließend fahren wir wieder in Richtung Chambord. Das Schloss ist heute am 1. Mai tatsächlich geschlossen, aber der Schlosspark ist geöffnet und hier ist viel los. Überall werden Verkaufstände aufgebaut. Der direkte Weg nach Blois entlang der Loire wäre zur kurz gewesen und so wollen wir eine etwas längere Route vorbei an einigen Schlössern fahren.Es gibt sogar ausgeschilderte Radstrecken. Als ich nach 20km vor einer Strassenquer stoppe, höre ich es zischen und der Vordereifen ist wieder platt. Also kommt der gestern geflickte Schlauch wieder hinein und der Mantel wird nochmals gründlich untersucht. Das Schloss Cheverny ist im Privatbesitz und hat keine Schließfächer. Wir können unser Gepäck aber an der Kasse deponieren. Wir besichtigen das Schloss, es ist im Gegensatz zu Chambord komplett eingerichtet, und spazieren durch den Schlosspark. Der Hundezwinger mit sehr vielen Jagdhunden schreck uns angesichts der Enge ab. Auf dem Weg zum Schloß beauregard verfahren wir uns und m&üssen nun auf einer befahrenen Strasse fahren.Auf dem Weg zum Hotel müssen wir noch im Ort noch eine Steigung überwinden. Vom Zimmer bin ich etwas enttäuscht, aber es hat schon seinen Grund, warum das amer. Kettenhotel so günstig ist. Dann tun wir uns schwer in der Stadt ein Restaurant nach unserem Geschmack zu finden. Schließlich entdecken wir italienisches Restaurant. Hier ist es voll und gemütlich. Zum Abschluß bummeln wir durch nächtlich beleuchtete Stadt.

Die zweite Reifenpanne

 

8.Tag : Blois -Amboise (40 km)

Statt des Hotelfrühstück gibts Erdbeerkuchen. Da wir heute wieder eine kurze Strecke vor uns haben, können wir uns leisten, den Vormittag noch in Blois zu verbringen und uns die Stadt bei Tageslicht anzusehen. Um 10Uhr gibts es gegenüber des Schlossen etwas zu sehen. Am Haus der Magie öffenen sich nacheinder einige Fenster und Metallmonster schauen heraus und bewegen sich. Das passt m.E. garnicht zu dem historischen Platz. Mit dem schnellsten Tagesschnitt (18km/h) fahren wir vorbei an einigen Weinkellern nach Amboise und verpassen die Abfahr zum vorreservierten Hotel. Es liegt wohl weiter ausserhalb als ich erwartet hatte. So stehen wir unvermittelt im Ortskern vor einem Logis de France. Wir haben beide keine Lust unsere Zeit damit zu verbringen, wieder zurück zu fahren und das Kettenhotel zu suchen. Ich krame daher all' mein Schulfranzösisch heraus und frage nach einem freien Zimmer. Ich habe sogar zwei zur Auswahl und entscheide wie für das schönere und teurere. Unser vorreserviertes Hotel kann ich telefonisch absagen - zum Glück auf Englisch.

Haus der Magie

 

9.Tag : Amboise -Tours (53 km)

Das Frühstück ist für Logis de France sehr gut, es gibt ein Buffet. Nach dem obligatorischem Einkauf beim Bäcker fahren wir bergauf Richtung Schloss Chennonceau. Wieder einmal lassen wir uns verleiten und folgen einer Radwegausschilderung. Dies trägt uns neben einer längeren -16 statt 10 km- Strecke einige zusätzliche Hügel ein. Wir müssen nämlich vom Loire-Tal in Cher-Tal. Vor dem Schloss gibt es Abstellplätze für Fahrräder, doch wohin mit dem Gepäck? Wir dürfen es im einem Schuppen neben Golfcarts abstellen. Der Eintritt kostet einfach 8€ und zusammen mit der Miete für einen Audioguide 10€. Normalerweise bin ich darauf nicht so scharf, aber hier muss ich den Audioguide wählen. Es handel sich um einen IPod, auf dem die Führungen in verschiedenen Sprachen gespeichert sind. Man kann außerdem zwischen einer kurzen und einer längeren Führung wählen. Die Idee finde ich genial.
So lassen wir uns ausführlich Zeit das Schloss der Frauen zu besichtigen und lauschen beide dem Audioguide. Bemerkenswert waren auch die riesigen Blumensträuße in den Räumen des Schlosses. Ebenso sehenswert ist der Schloßpark und so ist es schon Nachmittag als wir das Schlossgelände verlassen.
Die Strecke ist zunächst langweilig. An einer Bahnstation machen wir eine Pause und ich spiele mit dem gedanken, den Rest der Weges mit dem Zug zurück zulegen, doch leider fährt der nächste zug nach Tours erst am andern Morgen. über einen Hügel vorbei an einem Wasserturm gehts es zurück an die Loire. Hier ist mehr Autoverkehr und bald geraten wir auf eine belebte Schnellstrasse. Wir suchen nach Auswegen, die uns aber ausser Schiebestrecken nichts einbringen. Als des dann städtischer wird biegen wir in die erste Querstrasse ab, was uns nur bedingt hilft. Eine Autobahn liegt quer die unserer Fahrtrichtung und wir müssen einige Zeit suchen, um eine Querung zu finden, die wieder entlang einer Schnellstrasse erfolgt. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Hotel, wo wir um 19Uhr ankommen. Jetzt schnell duschen und dann zum Abendessen. Wir wollen nicht lange suchen und wählen das Erstbeste gegenüber dem Bahnhof. Sie bieten für 11€ ein Menü und wir werden nicht enttäuscht. Anschließend machen wir in der hereinbrechenden Dunkelheit noch einen Stadtrundgang.

Bahnhof Tours

 

10.Tag : Tours - Azay le Rideau (35 km)

Unsere Abreise beginnt mit einer Ü,berraschung. Man möchte eine Parkgebühr für die Nutzung der Tiefgarage. Das sehen wir gar nicht ein, schließlich hat uns niemand daraufhin gewiesen und wir haben keinen PKW-Parkplatz belegt. Dann ziehen wir nochmal durch die Altstadt bevor wir unseren Weg entlang der Loire fortsetzen. Der Sonnenschein hat uns verlassen, der Himmel ist grau und der Wind kommt nun eher von Vorn. In der Nähe von Schloß Villandry treffen wir auf ein Stück Radweg, es ist aber sehr kurz, danach ist alles noch Baustelle.Als wir das Schloss Villandry mit einen berühmten Gärten erreichen sieht es nach Regen aus und wir verzichten lieber auf eine Besichtigung. Auch heute müssen wir wieder einen Hügel queren um in ein Nachbartal zu gelangen, ins Tal des Indre. Bevor wir Azay erreichen überrascht uns schon der erste schauer, aber nachdem wir unser Hotel erreicht haben beginnt der Dauerregen. Unsere R&äder parken trocken in einem Holzhäusschen auf dem Hotelparkplatz. Ist es noch früh ca. 16:30 und wir wollten eigentlich sofort weiter zur Schlossbesichtigung, aber nun haben wir keine Lust noch einen Fuß vor die T¨r zu setzen. Schließlich treibt uns der Hunger doch noch raus. In die Regenklamotten verpackt ziehen wir los und speisen in einem Cafe am Dorfplatz. Nach dem Essen läßt der regen tatsächlich nach und wir werfen einen ersten Blick auf das Schloss.

Hier wird am neuen Loire-Radweg gebaut

 

11.Tag : Azay le Rideau - Chinon (32 km)

Nach dem Frühstück gehen wir zunächst zum Schlo&zlig;. Hier vermerke ich positiv, dass es Gepäckschließfächer gibt, die wir heute aber nicht benötigen. Gegen 11:30 starten wir endlich. Wir wählen die Strecke über Usse. Das dortige Schloss ist auch schon von der Strasse aus sehr hübsch anzusehen. Bei der Kirche im Ort machen wir eine Pause. Richtung Chinon geht es dann bergauf - wir wollen ins Tal der Vienne - und ein Regenschauer erwischt uns. Oben auf dem Berg ist ein Aldi, den ich aufsuche, wähernd meine Frau draußen von Sinti-Kinder beschäftig wird. Ich bin sehr überrascht, das es nun steil hinab in den Ort geht. Die Gässchen sind so schmal und steil, dass wir es schließlich vorziehen abzusteigen. Unser Hotel liegt sehr nett an einem Baum bestandenen Platz im Ortkern. Im Innenhof wächst ein Bananenstaude. Die Räder parken in einer Art Scheune, die als Lager- und Parkraum dient. Wir gehen wieder ein Stück bergauf zur Burgruine um einige Fotos (s. Foto) vom Ort und der Vienne zu machen. Bei Rundgang durch den Ort fallen uns Höhlen in den Berg auf, die zur Lagerung von Wein genutzt werden. Abends finden wir ein nettes kleines Restaurant, wo wir gut essen und uns Apfeltaschen zur Dessert gönnen.

Blick auf Chinon

 

12.Tag : Chinon - Saumur (35 km)

Das Preisleistungsverhältnis für das Frühstück ist m.E. nicht so toll. Für 10€ hatte ich mir mehr versprochen. Auch dauert das Auschecken sehr lange, da es immer wieder durch Telefonanrufe unterbrochen wird. Immerhin kommen wir nach dem täglichen Einkauf beim Bäcker schon kurz nach 10Uhr los.Wir fahren auf der D751. Die Strecke ist OK nur gelegentlich überholt uns ein LKW. Der kleine Ort Candes St. Martin gefällt uns gut. Ich folge zu Fuß einer Ausschilderung zu einer Aussicht. Es geht auf steilen Wegen durch den Ort. Von oben kann man das Mündungsgebiet der Vienne in die Loire gut erkennen. Außerdem ist das AKW Chinon gut zu sehen. Die Kühltürme sind hier besonders niedrig und fallen somit nicht so auf wie sonst. Wir erreichen den Ort Champigny. Dort folgen wir einer Ausschilderung die uns in die Weinberge bringt. Waren zu Beginn unserer Tour die Weinstöcke noch vollkommen ohne Blätter, so spriest hier jetzt das Grün. Unser Weg führt uns direkt zum Schloß von Saumur oberhalb des Ortes (Foto). Vor dem Hotel angekommen, finden unsere Bikes in einem Ladenraum platz, in dem das Hotel einige einfache Mieträder stehen hat. Als ich den dunklen, alten Treppenaufgang zu unserem Zimmer sehe, bin ich etwas erschrocken und frage mich, was für ein Zimmer uns erwartet. Es liegt im dritten und somit obersten Stockwerk und macht mich sprachlos, so hübsch und groß ist es. Es scheint frisch renoviert zu sein, hat ein modernes Bad, ein großes und ein kleines Bett und einen Ausblick auf das Schloß. Dann laufen wir durch den Ort und auf die andere Seite der Loire. Es gefählt mir nicht so gut hier, vielleicht liegt es auch nur am fehlenden Sonnenschein. Zum Essen landen wir in einer Pizzeria gleich neben dem Hotel, wo wir es uns bei Rotwein, Pizza und Creme Brulet gut gehen lassen.

Saumur

 

13.Tag : Saumur - Angers (55 km)

Als ich aufwache, höre ich draußen den Regen. So bleiben wir noch liegen und gehen erst um 9Uhr zum Frühstück. Dieses ist wieder landestypisch bescheiden (ein Brötchen und ein Croissant und ein Heißgetränk). An der Strasse liegen einige noble aussehende Weingüter. Dann kommen wir zum Campignon Museum. Im nächsten Streckenabschnitt werden in vielen Höhlen links der Straße Champignons gezüchtet. Aus Zeitgründen verzichten wir auf die einstündige Bezichtigung. Wir fahren durch nette kleine Orte. Während einer Pause am Rand einer Auenlandschaft sehe einen Eisvogel über die Wasserläufe fliegen. An einem Shop an der D751 fülle ich den Getränkevorrat auf. Hier treffen wir einen Radler. Sein Rad mit mit vier Gepäcktaschen bestückt. Er kommt aus den Niederlanden und ist seit 2 Wochen unterwegs. Sein Ziel sind die Pyrenäen. Da kommt mir unsere Tour doch sehr klein vor. Kurz darauf erreichen wir den Ort "les Ponts de Ce". Auf mir fast endlos erscheinende Brücken geht es über die Arme der Loire. Der Autoverkehr ist stark und unser Weg zum Hotel zieht sich noch einige Kilometer hin. Gegen 18Uhr sind wir endlich da. Die Räder dürfen wir auf einem Treppenabsatz abstellen. Das Zimmer ist klein aber nett eingerichtet, der Ausblick geht auf einen tristen Parkplatz. Wir starten bald zu einem Stadtrundgang. Die riesige Kathedrale beeindruckt uns, das Schloss hat bereits geschlossen. Zum Abendessen wählen wir wieder ein Italienisches Restaurant. Auf dem Rückweg zum Hotel gibt es schon wieder einen Regenschauer.

Angers

 

14.Tag : Angers - Le Mans

Heute ist es kühl und windig. Wir gehen zuerst zum Bahnhof, da wir noch Fahrkarten für die Strecke nach Paris kaufen müssen. DIes am Automaten zu tun, schlägt fehl. Die Dame am Schalter zuckt zusammen, als wir unseren Wunsch nach einer Verbindung mit Fahrrädern nennen. Erst als ich Ihr die bereits ermittelten Zugnummern nenne, ist unser Wunsch von Erfolg gekrönt. Da unser Zug erst um 18Uhr geht, haben wir noch den ganzen Tag Zeit.
Es ist der 8. Mai und Feiertag. Trotzdem haben viele Läden geöfnet. Morgens kann man überall Lebensmittel kaufen und ab Mittag öffnen die Läden im Zentrum. So kaufen wir noch eine Flasche Wein und 2 T-Shirts. Um 14Uhr möchten wir etwas warmes essen, doch im ausgewä,ten Lokal sagt man uns, es gebe nichts mehr. Das kam mir sehr seltsam vor. So sind wir bei McD gelandet. Zurück im Hotel wimmelt es von deutschen Stimmen. Es sind jugendliche, die wegen eines Fußballtunieres hier sind. Sie sind in Aufregung, da Ihr Torwart im Fahrstuhl fest steckt.
Wir brechen viel zu früh auf zum Bahnhof. Unser Zug ist ein moderner ZTER, ein Triebzug für den Regionalverkehr, der max. 200km/h fahren kann. Im Mittelteil des Zuges sind Plätze für drei Fahrräder (Haken) vorgesehen. Daneben gibt es noch einen Mehrzweckbereich z.B. für Kinderwagen und Rollstühle. der Einstieg erfolgt ebenerdig. Da unser Zug auf Gleis 1 fährt können wir direkt aus der Bahnhofshalle des modernen Bahnhhofs auf den Bahnsteig gelangen. In Le Mans gibt es dann eine Rampe hinunter zum Personentunnel und eine steile Rampe über die wir in die Bahnhofshalle gelangen. Oben angekommen, sehe ich dass die Rampe abwärts nicht genutzt werden darf. Ich erkundige mich an der Info, wie wir wieder in den Personentunnel hinab kommen. Wir müssen zum anderen Bahnhofseingang. Dies erkunden wir sofort. Die Strasse führt unter den Bahngleisen entlang, dann geht es rechts zu einem Hotel. Dort ist ein zweiter Bahnhofszugang mit einer flachen Rampe.
Nun fahren wir ins Hotel wo wir die Räder in der Tiefgarage abstellen können. Schließlich geht es hinüber in die Altstadt, die auf einem Hügel liegt. Diese ist sehr schön. Viele Menschen sind unterwegs, wahrscheinlich wg. des Feiertags. Wir haben uns ein mexikanisches Restaurant ausgesucht, doch es ist voll. So gehen wir in das Persische Restaurant gleich gegenüber. Die Dekoration des Raumes ist für uns sehr ungewöhnlich. Das anfangs noch recht leere Lokal füllt sich im Lauf des Abends bis auf den letzten Platz. Die Eindrücke des heutigen Tages von zwei großen Städten können wir kaum verarbeiten. Wir sind nicht - mehr- gewohnt mit 200km/h den Ort zu wechseln.

Bf St. Laud

 

14.Tag : Le Mans - Paris

Wir stehen früh auf und stellen fest, dass es im IBis Hotel keinen Föhn auf dem Zimmer gibt. Das Frühstück ist sehr gut, die Auswahl groß (6Euro). Draußen ist es frisch - nur 6Grad. Wir fahren zum Hintereingang des Bahnhofs, doch als endlich unser Zug angezeigt wird, stellen wir fest, dass wir zum Gleis 1 müssen welches nur aus der Halle erreichbar ist. Also fahren wir zum anderen Eingang. Unser Zug ist lang und so muss ich etwas suchen bis ich das Radabteil entdecke. Es handelt sich bei diesem TER-Zug um normale Fernbahnwagons mit hohem Einstieg und so müssen die Räder recht noch gehoben werden. Je näher wir Paris kommen, umso mehr füllt sich der Zug.
Wir kommen im Bahnhof Montparnasse an und müssen die Räder auf der Rolltreppe zum Ausgang bringen. War Paris vor 2 Wochen Sommerlich warm, so ist es heute grau und kühl. Wir haben bis zum Abend Zeit uns die Stadt anzusehen, aber heute sind uns die Räder eher hinderlich. Wir gehen in die Tulerien, fahren an der Seine auf und ab, was viel Spass macht. Gern möchten wir in ein Restaurant gehen und uns aufwärmen, aberwohin mit Rädern und gepäckt. So suchen wir uns einen windgeschützten Platz vor einen Fastfood-Restaurand bei Les Halles. Der Restaurantmanager kommt ans Fenster um zu schauen was los ist; wir haben unsere beladenen Räder direkt vor dem Fenster aufgebaut. Viel zu früh sind wir am Bahnhof Est. Unser Zug ist noch nicht angeschlagen und einen Warteraum finden wir nicht. Draußen kommen wir uns auch deplaziert vor mit den Rädern. Schließlich finden wir 2 Sitzplätze auf einer Bank im Bahnhof. Hier stehen die modernsten Schnellzüge TGV und Eurostar nebeneinander. Endlich wird auch unser Nachtzug bereitgestellt. Wir stürmen sofort zu unserem Wagon und wollen das Gepäck abladen, damit wir es nicht schleppen müssen. Doch wir haben die Rechnung ohne den Schlafwagenbetreuer gemacht. Der schickt uns wieder raus, wir sollen erst die Räder wegbringen. Wir fügen uns und müssen wieder schleppen, denn der Radwagon ist mehrere Wagen weiter. Nun dürfen wir unser Abteil beziehen, die Weckzeit für den nächstenMorgen wird besprochen und wir können uns zur Ruhe begeben.

Vor dem Louvre

Da der Zug schon um 6Uhr ankommt werden wir früh geweckt und nehmen das kleine Frühstück in unserem gemütlichen Abteil ein. Nocheinmal schleppen wir unser Gepäck durch den Zug und stehen um 6Uhr wieder auf dem heimatlichen Bahnsteig. Durch die aufwachende Stadt fahren wir die letzten Kilometer heim.

 

Fazit:

Eine schöne Tour: Nette kleine Dörfer und Städte, viel zu sehen (Schlösser etc.),gutes Essen, nette Unterkünfte insbes. bei Logis de France

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