Karin´s Kräutergarten
Rosmarin
Volksnamen:
Brautkraut, Kranzkraut, Meertau, Weihrauchkraut, Balsamstrauch, Kid, Marienkraut, E: rosemary
Botanik:
Rosmarinus officinalis - Familie der Lippenblütengewächse - Lamiaceae
immergrüner, stark duftender Strauch, Blätter ledrig, dunkelgrün, zusammengerollt und wirken wie kleine Nadeln, Blüte weiß bis hellblau im zeitigen Frühjahr, frostempfindlich, muß als "Südländer" frostfrei überwintert werden, wächst im Süden wild an der Meeresküste, Bienenpflanze
verwendete Teile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
äth. Öl, Gerb-, Bitterstoffe, Harze, Flavonoide, Saponin
Erkrankungen:
herzstärkend, belebt Kreislauf, niedriger Blutdruck, durchblutungsfördernd, bei kalten Händen/Füßen, keimtötend, fördert Menstruation, Unfruchtbarkeit, aphrodisierend, nervenstärkend, Depression, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, verdauungsfördernd, Gallefluß wird angeregt, Koliken, Arteriosklerose , fördert Merkfähigkeit
Volksmedizin:
in Ziegenmilch gekocht bei Schwindsucht, äußerlich bei Hautkrebs, Augenbad aus den Blüten bei Sehschwäche, Rheuma, Gicht, Lähmungen, nervöser Erschöpfung, Rekonvaleszenz , gedächtnisstärkend
Blütenessenz:
kaliforn. Essenz, fördert Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen, erdet stark, hilft, sich Herausforerungen zu stellen, bei Gefühl von Ohnmacht bzw. derselben
Kosmetik:
haarwuchsfördernd, hellt blonde Haare als Spülung auf
Anwendungsform:
Tee, Spülung, Tinktur, Umschläge, äth. Öl, Ölauszug , Spiritus
Astrologische Zuordnung:
Sonne, Culpeper: Sonne, warm und trocken
Brauchtum:
lat.ros=Tau;marinus=Meer ->Tau des Meeres, der Göttin Aphrodite(Venus, Freya) geweiht, galt als Fruchtbarkeitssymbol, wurde in die Wiege gelegt und als Hochzeitskranz getragen, aber auch bei Beerdigungen -> einerseits als Schutz vor Ansteckung, andererseits zur Erinnerung an die Vergangenheit und als Symbol für das Leben (immergrün), im alten Griechenland trugen die Schüler Rosmarinkränze zur Förderung der Lernfähigkeit, uralter Räucherstoff ->stark reinigend,bannt negative Energien, Schutz vor Alpträumen, alte Form der Desinfektion, bekannt wurde Rosmarin auch als Bestandteil des "Wassers der Königin von Ungarn", die im 14. Jhd. durch regelmäßigen Gebrauch dieses "Wassers" 72-jährig von der Gicht geheilt wurde und sie so verjüngte, daß der König von Polen sie umwarb, tatsächlich konnte schon im 14. Jhd. derAlchemist Raimundus Lullus den Rosmarin destilliert haben, Pflanze zeigte nach dem Glauben der Landbevölkerung auch an, wie es um die Ehe stand: gedeihte er gut -> Frau führt das Eheregiment, als Lebensanzeiger: blüht er, während ein Schwerkranker im Haus ist -> wird er wieder gesund, geht die Pflanze ein -> keine Hilfe mehr möglich, Sträußchenan der Türe aufgehängt -> Diebe kommen nicht über die Schwelle
Magie:
Reinigung, Liebe, Schutz, Heilung
Sonstiges: nicht
in Schwangerschft und bei Bluthochdruck verwenden, abends nur verwenden, wenn man noch längere Zeit munter sein will; sollte hier natürlich auch als hervorragendes Küchengewürz erwähnt werden
Und da ist Rosmarin,
das ist für die Treue.
aus "Ophelia", Shakespeare
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© Karin Stand 26.12.1999