Benutzerdefinierte Zeichensätze für Commodore CBM-Rechner
2008-11-02 |
Fehlenden Dokumentationsrahmen im Schaltplan Rev. C ergänzt, seltsame Zeichen "jkh..." entfernt |
2008-10-25 |
Das ähem Design dieser Homepage wurde "schamlos" von Diddl für seine XS-1541 kopiert ;-D |
2008-08-09 |
Rev. C ist da: der ROM-Erweiterungssockel bleibt jetzt auf Wunsch erhalten. Lesezugriffe können wahlweise auf das ROM oder das RAM gelegt werden. Schreibzugriffe gehen immer auf das RAM bzw. den Control-Port. Die Datenleitungen wurden im Schaltplan gedreht, damit der Font nicht mehr spiegelverkehrt dargestellt wird. Ein Datenblatt des IDT7130 kann jetzt auch im Downloadbereich gefunden werden. |
2008-08-09 |
FONTEDIT steht jetzt zum Download bereit! |
2008-08-07 |
Der vorerst letzte Übeltäter ist gefunden: der ROM-Sockel im CBM 3032 hat Kontaktschwierigkeiten. Jetzt funktioniert endlich alles, wie es soll! |
Die Vorschau-Bilder können angeklickt werden, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.
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| Detailansicht | im CBM 8296-D eingebaut | FONTEDIT Hauptseite bei 40 Zeichen | FONTEDIT Hilfe-Seite |
Bei den Screenshots kann man den Font GIGA betrachten, der etwas eckiger als der Standard-Font gehalten ist.
Ende Mai 2008 brachte Diddl im forum-64 ein RAM für den Zeichensatz in die Diskussion - und traf dort auf cbmhardware und mich, die sich zu diesem Thema auch schon Ihre Gedanken gemacht hatten. Aus den Ideen der daraus resultierenden Diskussion entstand diese Schaltung, die schließlich Anfang August 2008, also drei Monate später einsatzbereit wurde.
Der Zeichensatz wird veränderbar gemacht, indem das originale (EP)ROM des Zeichensatz-Generators durch ein beschreibbares und somit veränderbares RAM ersetzt wird. Genauer gesagt, durch Dual-Port-RAM - das ist ein Speicherbaustein, bei dem alle Adress-, Daten- und Steuerleitungen doppelt ausgeführt sind, die sich aber im Inneren einen Speicher teilen.
Eine Seite ersetzt das bisherige (EP)ROM, die andere Seite wird in einen ROM-Sockel auf der Hauptplatine gesteckt - hierüber wird der Zeichensatz geladen.
CHARGEN ist eine kleine Schaltung, die an die Position des Zeichengenerator-ROMs oder EPROMs auf der Platine eingesteckt wird. Ein Zwischenstecker trägt dabei die Tochterplatine. Der bisherige Zeichensatzgenerator wird dann auf der Tochterplatine eingesteckt.
Über ein Flachbandkabel wird ein weiterer Stecker an einen freien ROM-Sockel (default: $9000) eingesteckt und von J4 und J9 werden noch ein paar weitere Signale abgegriffen.
Der Bereich des Erweiterungs-ROMs wird damit beschreibbar gemacht. Seit Rev. C wird wahlweise immer das RAM angesprochen oder aber bei Lesezugriffen das ROM, bei Schreibzugriffen das RAM. Damit kann ein bislang verwendete Software im Erweiterungs-Sockel auch mit dem CHARGEN weiterverwendet werden.
Um den Hardwareaufwand so gering wie möglich zu halten, wurde etwas in die Trickkiste gegriffen: aus einem nicht benutzten Flip-Flop wurde ein Interter, und ein unbenutzter Demultiplexer macht jetzt ein NAND - damit konnte der Schaltungsaufwand auf minimal zwei bzw. drei TTL-ICs und wahlweise ein oder zwei IDT7130-1KBx8-Dual-Port-RAM begrenzt werden.
Wenn der Erweiterungs-ROM-Sockel in seiner Funktion erhalten bleiben soll, wird ein weiteres TTL-IC 74HCT00 notwendig. Lesezugriffe erfolgen dann aus dem ROM, Schreibzugriffe auf das RAM.
Mittels POKE in die erste Zelle der vierten Bank des Erweiterungs-Steckplatzes kann der benutzerdefinierte Zeichensatz ein- und ausgeschaltet werden.
Beim Sockel $9000 ist das die Adresse 39936.
POKE 39936,1 schaltet den eigenen Zeichensatz ein,
POKE 39936,0 schaltet den eigenen Zeichensatz aus und den Standard-Zeichensatz wieder ein.
Nach dem Einschalten des Rechners ist der benutzerdefinierte Zeichensatz immer deaktiviert, da das RAM zu diesem Zeitpunkt noch keinen sinnvollen Inhalt enthält, - wirre Muster am Bildschirm wären die Folge.
Ein Zeichensatz besteht aus maximal 128 gleichzeitig darstellbaren Zeichen und belegt genau 1 KB. Er kann ganz einfach mit dem LOAD-Befehl geladen werden und gelangt dabei automatisch an die richtige Position im Speicher:
LOAD "GIGA.9000.FON",8 macht den gesamten Job.
Die Dateierweiterung .fon macht die PRG-Datei auf den ersten Blick als Font ersichtlich, 9000 steht für die abgelegte Ziel-Adresse $9000.
Mit dem Programm FONTEDIT kann auf einem CBM direkt der Zeichensatz bearbeitet werden. Die CHARGEN-Platine ist dazu nicht erforderlich, lediglich RAM im Bereich des Erweiterungs-ROMs. Auf einem 8296 kann dies z.B. durch Setzen einer Steckbrücke auf J4 erreicht werden.
KiCAD ist ein freier Schaltplan und Platinenlayout-Editor für Windows und Linux mit dem Leiterplatten bis zu 16 Lagen ohne Größenbeschränkungen erstellt werden können.
Diese Hard- und Software ist wie alles Irdische nicht perfekt. Sie können helfen, sie zu verbessern: schreiben Sie mir eine Mail mit Ihren Hinweisen oder Ihrer Meinung.
In der PDF-Datei des Schaltplans tauchten ein paar A0 und jkh jkl auf, die da nicht hingehören. In der KiCAD-Zeichnung waren sie nicht sichtbar und konnten daher einige Zeit nicht entfernt werden.
Bis einschließlich Rev. B erfolgte die Darstellung des benutzerdefinierten Zeichensatzes spiegelverkehrt. Er kann aber automatisch mit FONTEDIT gespiegelt werden. Im Schaltplan ab Rev. C wurden die Leitungen D0-7 zwischen dem EXPANSION-ROM-SOCKET und den Dual-Port-RAMs vertauscht, um das Problem zu beheben.
Funktionen in FONTEDIT:
An der Hardware:
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Also melden Sie sich nicht bei mir, wenn Sie ein EPROM verkehrt herum eingesetzt haben, dies Ihre Arbeit von Stunden in Rauch aufgehen läßt, Ihren 30-Jahre-alten, unersetzbaren Rechner zerstört, das Feuer auf die ganze Wohnung, das Haus, den Straßenzug oder die Stadt übergreift oder der dabei entstehende Rauch das Klima um 30 Grad erwärmt, Millionen verdursten und verhungern und der Rest von Aliens gekapert wird, die dann kommen, weil es endlich ausreichend kuschelig warm ist... also seien Sie gewarnt und bedenken Sie Ihr Handeln sorgfältig!