Kurzer geschichtlicher Abriß
über die Entstehung
der Republik Irland und Nordirland:




In grauer Vorzeit wurde Irland zunächst von Nomaden, danach von gälischen Kelten beherrscht.
Seit Beginn der Christianisierung durch den heute national verehrten St. Patrick (432 n. Chr) trotzten die Iren mehr oder weniger erfolgreich den Eroberungsversuchen der Wikinger, Normannen und Engländer.
Seitdem Irland durch Heinrich II. im Jahre 1171 der britischen Krone unterworfen wurde, war die Insel über Jahrhunderte hinweg Anlaß und Austragungsort blutiger Auseinandersetzungen, wobei es um Religionen und Herrschaften ging.
Die "Church of Ireland", eine protestantische Staatskirche, wurde geschaffen, ihr waren alle Iren abgabepflichtig. Die Verfolgung und Demütigung der Katholiken begann.
Der Norden Irlands wurde zunehmend mit Engländern und Schotten nach Konfiskationen der irischen Ländereien besiedelt.
Durch die Protestanten wurde Ulster, also das heutige Nordirland, durch die "Irish Society" (1613) und die "Battle of the Boyne" (1689) endgültig von dem unabhängigen Irland abgetrennt.
Gegen die Katholiken wurden auf der gesamten Insel gesonderte Strafgesetze erlassen, was zu großen Auswanderungswellen führte.
1801 wurde Irland nach Auflösung des Parlamentes offiziell zum Bestandteil des "Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland".
An einer folgenden Hungerkatastrophe verstarben 1 Mio. Iren und das Elend der Bewohner der Insel war groß.
Erst nach vielen Aufständen, Kämpfen und Verhandlungen unter den Iren an sich, verschiedenen Staaten und den Kirchen wurde 1919 durch die Sinn-Feín-Partei die irische Republik ausgerufen.
Hierauf folgte ein Unabhängigkeitskrieg, der dazu führte, daß Irland 1921 im Friedensvertrag als Freistaat innerhalb des Commonwealth anerkannt wurde. Die Provinz Ulster (Nordirland) blieb jedoch nach eigener Entscheidung britisch.

1937 wurde durch Volksabstimmung eine erste Verfassung verabschiedet und Irland zum "selbständigen, unabhängigen, neutralen Staat" erklärt. In dieser Verfassung wurden erstmals die Rechte der Bürger auf freie Meinungsäußerung, Glaubensfreiheit und Berufswahl verankert, allerdings wurden durch sie auch Ehescheidungen verboten.
Die Ausschließung aus dem Commonwealth erfolgte 1948.
1955 wurde die Republik Irland Mitglied der UNO, 1972 wurde Irland und auch Großbritannien Mitlgied der EG.

Erneuter Unfrieden herrscht(e) in Nordirland seit 1969 mit Beginn des Bürgerkrieges zwischen den dort herrschenden Protestanten und den Katholiken.
 

Auch heute noch bestimmen Auseinandersetzungen zwischen der protestantischen und katholischen Bevölkerung - die von der verbotenen IRA unterstützt wird - das Leben in Nordirland und fordern Nerven und Opfer.

 
 
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