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Am 01.08.1982 wurde der
Jugendklub des ehemaligen Nähmaschinenwerkes Wittenberge neu gegründet und trug seitdem
den offiziellen Namen
J U G E N D
K L U B "V E R I T A S".
Bei ca. 1000 Jugendlichen im
Nähmaschinenwerk Wittenberge, machte es sich erforderlich, eine breite kulturelle
"Szene" für und vor allem mit den Jugendlichen der Firma zu entwickeln, die
aber auch für andere Jugendliche des Territoriums zugänglich sein sollte.
In den zurückliegenden Jahren gab
es am Klubhaus des Nähmaschinenwerkes immer wieder einen Jugendklub in dieser oder jener
Form, dies ist unter anderem der unermüdlichen Kulturarbeit des damaligen Leiters des
Hauses, Herrn Werner Lorek, zu verdanken. Aber die Arbeit der Jugendklubs beschränkte
sich hauptsächlich auf die Organisierung und Durchführung von Diskotheken im
Klubhaus der Nähmaschinenwerker.
Diese Jugendklubs existierten nicht lange. |
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Im Jahre 1981
erhielt der stellv. Klubhausleiter, Herr Lothar A. K. Wuttke von der Geschäftsleitung der
Firma "VERITAS" den Auftrag, einen Jugendklub zu gründen. Begeistert war er
davon nicht!
Er stellte zwei Bedingungen:
"1. Die Mitglieder suche ich mir selber aus und 2. Keiner aber auch keiner redet mir
in meine Kulturarbeit rein, Punkt" Ihm wurde gewährt!
Der
Jugendklub "VERITAS" wurde der erfolgreichste, progressivste und
innovativste Jugendklub der ehemaligen DDR.
Veranstaltungen wie zum Beispiel die
"Mitternachtsparty" von 21.00 bis 2.00 Uhr (einmalig für
DDR-Verhältnisse wegen der Aufhebung der Sperrstunde), die "Nähbuden-Disco"
jeden Mittwoch, die Kulturangebots-Messen, Ball der Jugend (gemeinsame Veranstaltung mit
dem RAW und dem ZZWW), die ersten "Open-Air-Rockkonzerte" in der Prignitz, Ball
der Jugendbrigaden, die "Veritas-Rallye", die "Miss Veritas"- und
"Miss Wittenberge"- Wahlen trafen den Nerv der Jugendlichen. Aber auch
Wittenberges größtes Volksfest, das "Parkfest", wäre ohne die aktive
Mitwirkung und Leitung des Jugendklubs "VERITAS" nicht denkbar gewesen.
Im Klub selbst entwickelte sich
unter Einbeziehung der Freundin/des Freundes (weder damals noch heute
selbstverständlich) ein reges Kulturleben. Der Jugendklub wurde eine Institution. Die
Wendejahre nahmen auch dem Jugendklub die finanziellen und materiellen Grundlagen. Aber
den kulturellen "Veritas-Geist" konnte ihm keiner nehmen.
Man ist älter geworden und strich im Jahre 1993 das Wort
"Jugend" aus dem Vereinslogo und führt heute unter dem Namen VERITASKLUB die
progressive Kulturpolitik des Jugendklubs fort. |
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