Historisch
Wertvolles in Wittenberge. Im Prinzip wussten wir es schon immer, da steht etwas
"Besonderes" an der Bad-Wilsnacker-Straße in Wittenberge - hinter dem Tunnel,
nicht vor dem Tunnel. Seit dem Herbst 2007 ist es jetzt bundesweit amtlich - das
Nähmaschinenwerk Wittenberge ist nicht nur ein Juwel, es ist ein ungeschliffener Diamant
für die Stadt Wittenberge geworden.
Ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat der Bundesingenieurkammer,
unter ihrem Präsidenten Dr.-Ing. Karl Heinrich Schwinn, setzte das Gebäudeensemble des
Nähmaschinenwerkes (Uhrenturm und angrenzendes Werksgebäude) vom Hamburger Architekten,
Felix Ascher, auf die "Liste auszeichnungswürdiger Ingenieurbauwerke" in
Deutschland. Der Vorschlag dazu kam vom renommierten Professor der Hochschule für
Bildende Künste in Braunschweig, Dr. phil. Michael Mende. Mende selbst ist Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats der Bundesingenieurkammer, der diese Liste erst im Herbst 2007
aufstellte. Die Liste umfasst zur Zeit 70 Bauwerke, die für eine Auszeichnung mit dem
Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" in Frage kommen.
Neben dem Nähmaschinenwerk finden wir auf der Liste solche markanten
Bauwerke wie das Schiffshebewerk Niederfinow, den Hamburger Elbtunnel, den Berliner
Funkturm oder den Berliner Flughafen Tempelhof. Historische Ingenieurbauwerke, die von der
Genialität vergangener Ingenieur-Generationen erzählen.
Deshalb ehrt die Bundesingenieurkammer seit 2007 Bauwerke, die wichtig
für die Entwicklung des deutschen Bauingenieurwesens waren, mit diesem Titel
"Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst". Die betreffenden Bauwerke
müssen sich in Deutschland befinden und älter als 50 Jahre sein. Mit der Auszeichnung
eines Objektes ist die feierliche Einweihung einer Tafel am Bauwerk verbunden. Begleitend
zur Verleihung des Titels erscheint eine Publikation zu jedem ausgezeichneten
Ingenieurbauwerk.