Wittenberge
Vor wenigen Tagen wurde die neue Saison des Wittenberger Uhrenturms eröffnet. Mit
anderen Worten: Jeden ersten Sonnabend im Monat können Interessenten einmal ins Innere
dieses Wittenberger Wahrzeichens auf dem Gelände des ehemaligen Nähmaschinenwerkes
schauen. Die Führungen beginnen immer um 14 Uhr.
Und dabei lockt, wer sich die Mühe des Treppensteigens macht, nicht
nur der Blick über die Stadt. Nein, es gibt viel mehr zu sehen. So die
Nähmaschinensammlung des Museums. Außerdem sorgten der Freundeskreis Nähmaschine, der
Veritasklub, der Heimatverein und das Museum dafür, dass der Besucher in verschiedenen
Etagen Interessantes über die Geschichte der Nähmaschine und des Werkes, das erst unter
dem Namen Singer, später Veritas produzierte, erfährt. Eine Etage ist Kunstausstellungen
vorbehalten. Gegenwärtig zeigt die Karstädterin Virginia Thiel ihre im Bild
festgehaltenen weiblichen Akte in verschiedenen Stimmungslagen. Nicht zu vergessen
natürlich das Turmcafè in der obersten Etage.
Wer allerdings dabei auch einen Blick von außen auf den Turm wirft,
der wird garantiert über die unterschiedlichen Uhrzeiten stolpern, die der Turm anzeigt.
Ralf von Hagen, Verwalter des Veritas Gewerbeparkes, zu dem der Uhrenturm gehört, hat
dafür eine einfache Erklärung. "Es ist ein mechanisches Problem." Sämtliche
vier Antriebsregler müssten erneuert werden. Allein das Material koste 3000 Euro, die
Reparaturkosten würden sich auf 5000 bis 6000 Euro belaufen. "Das muss erst einmal
eingespielt werden", so von Hagen.
Positiv dagegen, Besucher des Turmes können jetzt eine Toilette
benutzen, so sie das Bedürfnis haben.