Wittenberge
Lothar A. K. Wuttke, über Jahre leitete er das Veritas-Klubhaus und ist heute
beruflich in Berlin engagiert, hält im Klub der Ehemaligen die Fäden in der Hand und die
Erinnerungen an das Werk, in dem zu DDR-Zeiten an die 3000 Mitarbeiter ihr Auskommen
hatten, hoch. Dazu gehöre es auch, die Historie zu bewahren und zu erforschen. Die auf
200 Exemplare limitierte Ausgabe dokumentiert die Zeit des Betriebes, der über Jahrzehnte
das Leben in der Stadt sehr nachhaltig prägte, von 1903 bis 1945. Es waren jene Jahre
nach der Errichtung der Fabrik, in denen der Singer-Konzern Besitzer war.
Zu sehen sind auch Aufnahmen, die bisher noch nicht publiziert wurden.
Im hiesigen Museumsarchiv und wie Lothar A. K. Wuttke gestern wissen ließ, habe der
Konzern auch diese Ausgabe finanziert, "von der etwas 80 Prozent schon vergeben
sind". Kein Wunder, wenn man weiß, "dass die letzte geschlossene Publikation
über das Singer-Werk 1940 erschien". Mit Einzelpublikationen sind in den letzten
Jahren zum Beispiel Heinz Muchow und Hans Eichel an die Öffentlichkeit getreten, merkte
der Vereinsvorsitzende an und gab gleichzeitig einen Ausblick auf ein weiteres Vorhaben
des Klubs. In Vorbereitung ist der Band 3 des Fotoalbums mit dem Untertitel
"Veritas".
Im Herbst 2007 soll voraussichtlich der Bildband erschienen, der sich
mit der Werksgeschichte von 1945 bis zur GmbH-Gründung und der Betriebseinstellung nach
der Wende befasst. Das Singer-Buch gibt es in der Stern-Buchhandlung (einem ehemaligen
Singer-Haus) und in der Bücherstube.