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14.02.2008 |
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| "Ein
ungeschliffener Diamant" |
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"Im
Prinzip wussten wir es schon immer, da steht etwas Besonderes an der Bad Wilsnacker
Straße - hinter dem Tunnel", mit diesen freudigen Worten begrüßt der Veritasklub
die Aufnahme des Nähmaschinenwerkes auf die "Liste auszeichnungswürdiger
Ingenieurbauwerke" in Deutschland. |
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Wittenberge
Nach Meinung des Klubs, der mit seinem Vorsitzenden Lothar Wuttke die Historie des
Betriebs mit großer Gewissenhaftigkeit pflegt, ist die Aufnahme auf diese Liste
Bestätigung dafür, dass "das ein ungeschliffener Diamant für die Stadt Wittenberge
ist". Wissen muss man dazu allerdings, dass das ehemalige Fabrikensemble sich nicht
in den Händen der Stadt befindet, sondern von einer Bankengruppe zwangsverwaltet wird.
"Sicher wäre es für viele Entwicklungen leichter, wenn die Kommune der Eigentümer
wäre", ist Veritasklubchef Wuttke überzeugt.
Aber zurück zu besagter Liste: Ein
hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat der Bundesingenieurkammer unter ihrem
Präsidenten Dr.-Ing. Karl Heinrich Schwinn nahm das Ensemble von Uhrenturm und
angrenzendem Werksgebäude in die Reihe der auszeichnungswürdigen Ingenieurbauwerke in
Deutschland auf, weiß Lothar Wuttke und fügt hinzu, der Architekt war der Hamburger
Felix Ascher. Ascher, so hat der Veritasklub recherchiert, zeichnete für den Werkkomplex
verantwortlich, der in den 20er Jahren errichtet wurde. Mit dem Machtantritt der Nazis sei
dessen Schaffen für den damaligen Singer-Konzern beendet.
"Der Vorschlag , das alte Wittenberger Werk auf die Liste mit den
auszeichnungswerten Leistungen zu setzen, kam vom renommierten Professor der Hochschule
für Bildende Künste in Braunschweig, Dr. phil. Michael Mende. Mende selbst ist Mitglied
des wissenschaftlichen Beirats der Bundesingenieurkammer", informiert Wuttke. Die
Liste umfasse zur Zeit 70 Bauwerke, die für eine Auszeichnung mit dem Titel
"Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" in Frage kommen. Neben dem
Nähmaschinenwerk finden sich auf der Liste solche markanten Bauwerke wie das
Schiffshebewerk Niederfinow, den Hamburger Elbtunnel, den Berliner Funkturm oder den
Berliner Flughafen Tempelhof. |
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| Text: Barbara Haak |
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